Was ist ein Totalschaden?

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Wenn das Auto nicht mehr zu retten ist

Ein echter Totalschaden kann wirtschaftlicher oder technischer Art sein.

Ein echter Totalschaden kann wirtschaftlicher oder technischer Art sein.

Die meisten Unfälle haben lediglich einen Blechschaden zur Folge, etwa einen Kratzer oder eine Delle. Doch vor allem bei schwereren Unfällen sind manchmal auch Personenschäden zu verzeichnen. Die Wucht eines Aufpralls, zum Beispiel bei hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn, kann daneben auch zu einem Totalschaden am Auto führen.

Von einem Totalschaden wird dabei gesprochen, wenn der entstandene Sachschaden technisch nicht zu beheben ist oder die Instandsetzung sich wirtschaftlich nicht lohnt, weil die mutmaßlichen Reparaturkosten den Wiederbeschaffungswert eines vergleichbaren Ersatzautos übersteigen.

In letzterem Fall liegt ein wirtschaftlicher Totalschaden an dem Auto vor. Ist die Instandsetzung dagegen unmöglich, stellt dies einen technischen Totalschaden dar.

Was ist beim Auto ein unechter Totalschaden?

Neben dem technischen und dem wirtschaftlichen Totalschaden existiert auch der sogenannte unechte Totalschaden, der in der Regel jedoch nur eine eng begrenzte Situation beschreibt. Er liegt vor, wenn die Reparatur zwar nicht unwirtschaftlich, aber unzumutbar ist.

Dies ist normalerweise anzunehmen bei

  • erheblich beschädigten Neuwagen mit einer Laufleistung von unter 1.000 km.
  • erheblich beschädigten Neuwagen mit einer Laufleistung unter 3.000 km in besonderen Fällen.
Bei einem unechten Totalschaden kann der Fahrzeughalter den Neuwert seines Autos ohne Abzüge von der Versicherung verlangen und muss sich nicht auf den Widerbeschaffungswert des Fahrzeugs verweisen lassen.

Wirtschaftlicher Totalschaden: Abrechnung

Ein wirtschaftlicher Totalschaden braucht keinen großen Schaden.

Ein wirtschaftlicher Totalschaden braucht keinen großen Schaden.

Die Abrechnung von einem Totalschaden erfolgt in der Regel mit der eigenen Kasko- oder der gegnerischen Versicherung. Bei Unfällen, an denen beide Beteiligte eine Mitschuld tragen, können auch beide Versicherungen anteilig beteiligt sein.

Beim Auto wird daher ein wirtschaftlicher Totalschaden über die Vollkasko-Versicherung des Geschädigten oder die Kfz-Haftpflicht des Schädigers reguliert. Dabei gilt in der Regel, dass der Geschädigte den

Wiederbeschaffungswert minus den Restwert des beschädigten Fahrzeugs

verlangen kann. Welche Kosten für einen intakten Ersatzwagen anfallen, entscheidet in der Regel ein Sachverständiger. Auch die Beurteilung, in welchem Maß ein wirtschaftlicher Totalschaden den Restwert des Wagens beeinflusst, obliegt dem Kfz-Gutachten.

Bei einem Totalschaden muss es sich daher nicht immer um eine schwere Beschädigung handeln. Ist der Marktwert des Fahrzeugs entsprechend gering (etwa aufgrund von Alter), können bereits kleinere Schäden als wirtschaftlicher Totalschaden gelten. Die Reparatur ist den finanziellen Aufwand dann nicht wert.

Totalschaden als Unfallschuldiger: Wer zahlt?

Manchmal kann die Abrechnung komplizierter sein, wenn der Geschädigte zugleich auch der Unfallverursacher ist. Die eigene Kfz-Haftpflicht zahlt normalerweise ausschließlich die Schäden der gegnerischen Partei, nicht jedoch die des Versicherten.

Nur eine Vollkasko-Versicherung zahlt auch bei selbstverschuldeten Unfällen. Besteht nur der Schutz einer Teilkasko-Versicherung, so ist Eigenverschulden in der Regel nicht abgedeckt. Handelt es sich um Schäden nach einem Brand oder einem Unwetter etc., ist die Regulierung durch die Teilkasko-Versicherung aber durchaus möglich.

Wirtschaftlicher Totalschaden: Die Versicherung streikt?

Wenn nach einem Totalschaden die Versicherung nicht zahlen will, sollte ein Anwalt aufgesucht werden.

Wenn nach einem Totalschaden die Versicherung nicht zahlen will, sollte ein Anwalt aufgesucht werden.

Oftmals kommt es zwischen Versichertem und Versicherer zum Streit. Betroffene sollten sich frühzeitig um anwaltliche Hilfe bemühen, denn Fragen der Schadensregulierung bei Unfällen hängen häufig von juristischen Details ab.

Liegen die Reparaturkosten beispielsweise maximal 30 Prozent über dem Wiederbeschaffungswert, so kann sich der Halter entscheiden, die Reparatur durchführen lassen, statt die Versicherungssumme zu erhalten.

Ebenso kann der Fahrzeughalter entscheiden, sich die Versicherungssumme auszahlen zu lassen und den Wagen dennoch reparieren zu lassen. Die dadurch entstehenden Mehrkosten muss er dann jedoch gegebenenfalls selbst tragen.

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