Der Toleranzabzug: Wie viel Stundenkilometer werden wann abgezogen?

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Wie hoch ist der Toleranzabzug - innerorts und außerorts?
Wie hoch ist der Toleranzabzug?

Das Auto ist in Deutschland nach wie vor das beliebteste Verkehrsmittel. Knapp 80 Prozent der deutschen Haushalte besitzen mindestens einen Pkw. Damit das hohe Verkehrsaufkommen geregelt und so sicher wie möglich vonstatten geht, müssen sich Verkehrsteilnehmer an die Verkehrsregeln und Straßengesetze halten.

Diese sind beispielsweise in der StVO, der StVZO und verwandter Ordnungen definiert. In der Natur des Menschen liegt es jedoch auch, herrschende Gesetze zu brechen, sofern sich die Gelegenheit dazu bietet. Daher überwachen die zuständigen Behörden mittels mobiler und stationärer Anlagen den Verkehr an verschiedenen Stellen, etwa Unfallschwerpunkten. Insbesondere die Geschwindigkeitsüberschreitung ist an der Tagesordnung.

Wird diese registriert, geschieht dies vor allem durch Blitzer. Die Messung der gefahrenen Geschwindigkeit erfolgt zwar ziemlich genau, doch bereits wenige km/h können den Unterschied zwischen Geldbuße und Fahrverbot ausmachen. Daher erfolgt zugunsten des Fahrers der sogenannte Toleranzabzug. Doch wie viel km/h werden standardmäßig abgezogen?

Toleranzabzug beim Blitzer: Geschwindigkeit auf Autobahn und Co. minus X

Grundsätzlich ist es egal, ob der Toleranzabzug innerorts in der 50-km/h-Zone oder außerorts stattfindet – normalerweise wird immer ein gewisser Wert abgerechnet. Allerdings können für den Toleranzabzug außerorts, auf Autobahn oder Schnellstraße andere Regeln gelten als für den Toleranzabzug innerorts in der 30-km/h-Zone.

Auch das jeweilige Modell des Blitzers kann eine große Rolle spielen. Handelt es sich um eine Radarfalle, ist normalerweise ein anderer Abzug der Toleranz als beim Blitzer mit Lasertechnik zu erwarten.

Toleranzabzug bei Radaranlagen

Die nach dem Toleranzabzug festgestellte Geschwindigkeit bestimmt in der Regel die Höhe des Bußgelds.
Die nach dem Toleranzabzug festgestellte Geschwindigkeit bestimmt in der Regel die Höhe des Bußgelds.

Maßgebend bei Radaranlagen ist die jeweilige gefahrene Geschwindigkeit des geblitzten Fahrzeugs:

  • Unter 100 km/h werden pauschal drei Stundenkilometer abgezogen.
  • Über 100 km/h werden drei Prozent der Fahrgeschwindigkeit abgezogen.

Daher kann es auch vorkommen, dass ein Toleranzabzug außerhalb geschlossener Ortschaften pauschal mit 3 km/h vorgenommen wird, etwa auf der Landstraße oder auf Autobahnabschnitten mit Geschwindigkeitsbegrenzung.

Daneben sind einige Radaranlagen und Lasermessgeräte dafür bekannt, bestimmte andere Fehlerquellen aufzuweisen. Daher kann es sinnvoll sein, einen Bußgeldbescheid prüfen zu lassen, ehe die Einspruchsfrist verstrichen ist.

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Toleranzabzug bei Laser- und Videomessgeräten

Bei Laser-Blitzern ist die Frage nach dem Toleranzabzug bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung nicht eindeutig zu beantworten. Je nach Messverfahren und -modell können unterschiedliche Werte zur Anwendung kommen.

Bis zu fünf Stundenkilometer bzw. fünf Prozent werden mitunter von der gefahrenen Geschwindigkeit abgezogen. Besonders ungenau ist zudem die Video-Messung einer Geschwindigkeitsüberschreitung. Der Toleranzabzug kann bis zu 20 Prozent betragen.

Mit wie viel Stundenkilometern ist der Toleranzabzug beim Blitzen also zu veranschlagen? Pauschal lässt sich dies nicht beantworten. Erst im Zusammenspiel aus gefahrener Geschwindigkeit, Messverfahren und dem verwendeten Messgerät für die Geschwindigkeitsmessung ist der Toleranzabzug ersichtlich.

Zweifel am Toleranzabzug

Ist der Toleranzabzug bei einer Geschwindigkeitsmessung nicht korrekt, sollte ein Anwalt den Bescheid prüfen.
Ist der Toleranzabzug bei einer Geschwindigkeitsmessung nicht korrekt, sollte ein Anwalt den Bescheid prüfen.

Unabhängig vom Messvorgang oder davon, ob der Toleranzabzug in der 30er-Zone oder auf der Autobahn nötig wird – das Recht, gegen einen Bußgeldbescheid Einspruch einzulegen, hat jeder. Möglich ist dies bis zu zwei Wochen nach Zustellung des Bescheids.

Wer ernsthafte Zweifel hat, ob die gefahrene Geschwindigkeit ordnungsgemäß einem Toleranzabzug unterzogen wurde, sollte bei hohen Bußgeldern oder einem Fahrverbot die anwaltliche Prüfung in Erwägung ziehen.

Ein Rechtsanwalt kann zudem beurteilen, ob eventuell noch andere Fehler als die festgestellte Geschwindigkeit nach einem Toleranzabzug ebenfalls einen Einspruch rechtfertigen könnten und die Erfolgsaussichten skizzieren.

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