Tödlicher Unfall: Welches Strafmaß droht für fahrlässige Tötung im Straßenverkehr?

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Ein tödlicher Fahrradunfall ist in Deutschland leider keine Seltenheit.

Ein tödlicher Fahrradunfall ist in Deutschland leider keine Seltenheit.

Im Straßenverkehr passiert es meistens schneller als gedacht, dass Autofahrer einen Unfall verursachen und von der Fahrbahn abkommen oder gegen ein anderes Kfz stoßen. Dadurch entstehen meistens nicht nur Sachschäden, sondern Personen werden verletzt oder gar getötet.

Ein tödlicher Unfall ist dabei das schlimmste, was bei einem Zusammenstoß passieren kann. Ein Mensch lässt dabei sein Leben. Nicht selten hängt dies mit der Rücksichtslosigkeit eines anderen Fahrers zusammen, weshalb wegen fahrlässiger Tötung ermittelt wird.

Aber worum handelt es sich dabei eigentlich? Welche Strafe droht, wenn Sie einen Verkehrsunfall mit Todesfolge verursacht haben? Wie kann ein tödlicher Unfall mit einem Radfahrer verhindert werden? Mehr dazu erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Verkehrsunfälle mit Todesfolge in der Statistik

Im Jahr 2016 ließen 3.206 Menschen ihr Leben, weil Sie in einen Verkehrsunfall verwickelt waren. Dies sind im Vergleich zum Vorjahr rund 269 Menschen weniger. Oftmals führen besondere Witterungsumstände wie viel Eis und Schnee, Nebel oder starker Regen bzw. eine nasse Fahrbahn dazu, dass die Fahrer im Straßenverkehr die Kontrolle verlieren.

Oftmals können aber auch Unaufmerksamkeit oder eine Ablenkung dazu führen, dass Fahrer von der Straße abkommen und mit einem entgegenkommenden Kfz zusammenstoßen. In diesem Fall kommt es selbst bei niedrigen Geschwindigkeiten häufig zu schweren Verletzungen oder gar zum Tod der Beteiligten.

Was ist fahrlässige Tötung?

Verkehrsteilnehmer, die im Straßenverkehr fahrlässig Regeln brechen und beispielsweise an einem Autorennen in der Innenstadt teilnehmen, obwohl sie wissen, dass dabei unbeteiligte Fußgänger oder Autofahrer ums Leben kommen könnten, wird nicht selten eine fahrlässige Tötung zur Last gelegt, sofern es zum tödlichen Unfall kommt.

Geschieht ein tödlicher Unfall, muss der Unfallverursacher damit rechnen, dass er angeklagt wird. Ein tödlicher Verkehrsunfall kann wegen Fahrlässigkeit gemäß § 222 Strafgesetzbuch (StGB) mit einer Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren oder einer Geldstrafe sanktioniert werden.

Passiert ein tödlicher Autounfall oder Unfall mit einem Lkw, handelt ein Fahrer fahrlässig, wenn er die erforderliche Sorgfalt, mit der er im Verkehr vorgehen soll, außer Acht gelassen hat. Hier wird auch der Unterschied zum Vorsatz deutlich. Dieser liegt nur vor, wenn beispielsweise ein tödlicher Lkw-Unfall willensmäßig herbeigeführt worden ist.

Wann greift die Verjährung für fahrlässige Tötung?

Für eine fahrlässige Tötung droht eine Strafe von bis zu fünf Jahren Haft oder eine Geldstrafe.

Für eine fahrlässige Tötung droht eine Strafe von bis zu fünf Jahren Haft oder eine Geldstrafe.

Ein tödlicher Unfall, der durch Fahrlässigkeit verursacht wurde, verjährt gemäß § 78 Abs. 3 Nr. 4 StGB nach fünf Jahren. Beginn der Verjährung ist dabei der Zeitpunkt der Beendigung der Tat.

Durch Ereignisse kann diese Frist allerdings unterbrochen werden. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn die erste Vernehmung des Beschuldigten durchgeführt wird oder eine Bekanntgabe erfolgt, dass gegen ihn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wurde.

Auch die Anordnung einer Vernehmung, eine richterliche Beschlagnahme- oder Durchsuchungsanordnung sowie ein Haftbefehl für die Eröffnung des Hauptverfahrens sorgen dafür, dass die Frist unterbrochen wird.

Wie kann ein tödlicher Verkehrsunfall vermieden werden?

Tödliche Lkw-Unfälle oder Zusammenstöße mit anderen Kfz entstehen sehr häufig durch fahrlässiges Handeln der Autofahrer. Dieses liegt beispielsweise vor, wenn ein zu geringer Seitenabstand beim Überholen eingehalten oder die Höchstgeschwindigkeit überschritten wird.

Damit ein tödlicher Unfall vermieden werden kann, sollten Sie unbedingt die Straßenverkehrsregeln einhalten. Achten Sie auf den Verkehr und lassen Sie sich nicht durch Ihr klingelndes Handy oder die quengelnden Kinder auf dem Rücksitz ablenken. Wenn Ihre Konzentration nachlässt, sollten Sie in jedem Fall rechts heranfahren oder auf dem nächsten Rasthof eine kurze Pause machen.
Um einen tödlichen Unfall mit einem Radfahrer zu vermeiden, sollten Sie unbedingt den Schulterblick anwenden, der in der Fahrschule gelehrt wird. Nur so können Sie auch den toten Winkel des Fahrzeugs einsehen und einen Fahrradfahrer früh genug sehen.
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