Schmerzensgeld einklagen – Wie funktioniert das?

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Wie Sie Schmerzensgeld einklagen, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Wie Sie Schmerzensgeld einklagen, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Auf dem Weg zur Arbeit fährt ein Auto Ihnen in die Beifahrertür. Der Fahrer des anderen Wagens hat Ihnen die Vorfahrt genommen. Eine kurze Unachtsamkeit im Straßenverkehr und schon haben Sie einen Blechschaden an Ihrem Fahrzeug.

Sind Sie nicht Schuld an dem Unfall, können Sie bei der gegnerischen Haftpflichtversicherung Schadenersatzansprüche geltend machen. Der Schädiger muss dementsprechend für die Reparatur des Fahrzeuges sowie ggf. für eine Nutzungsausfallentschädigung oder einen Mietwagen nach dem Unfall aufkommen.

Haben Sie zudem einen körperlichen Schaden erlitten, können Sie als Geschädigter Schmerzensgeld einklagen. Wann Sie einen Anspruch auf Schmerzensgeld haben, wie Sie vorgehen und wann der Anspruch verjährt, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Wann haben Sie einen Anspruch auf Schmerzensgeld?

Einen Anspruch auf Schmerzensgeld haben Sie, wenn Sie keine Schuld am Unfall tragen. Als Geschädigter müssen Sie bei der gegnerischen Haftpflichtversicherung allerdings deutlich machen, dass Sie die Verletzungen und Beeinträchtigungen beim Unfall erlitten haben. Dazu bietet es sich vor allem an, unmittelbar nach dem Unfall einen Arzt aufzusuchen.

Wenn Sie Schmerzensgeld einklagen wollen, sollten Sie bedenken, dass die Höhe im Ermessen des Gerichtes steht. Bei der Höhe wird nicht nur die Art und Dauer der Verletzung berücksichtigt, sondern auch die persönlichen Umstände und Vermögensverhältnisse des Schädigers betrachtet.

Sofern Ihnen eine Teilschuld an dem Unfall zugesprochen wurde, können Sie dennoch Schmerzensgeld einklagen. In diesem Fall wird diese Mitschuld vom Gericht bei der Berechnung der Schmerzensgeldansprüche allerdings berücksichtigt und die Höhe des Schmerzensgeldes damit geschmälert.

So gehen Sie bei einer Klage auf Schmerzensgeld vor

Grundsätzlich sollten Sie zunächst außergerichtlich versuchen, Ihren Anspruch auf Schmerzensgeld durchzusetzen. Dazu können Sie ein Schreiben aufsetzen, in dem Sie den Schädiger zur Zahlung einer bestimmten Höhe an Schmerzensgeld auffordern.

Bei einer Klage auf Schmerzensgeld sollten Sie unbedingt einen Anwalt konsultieren.

Bei einer Klage auf Schmerzensgeld sollten Sie unbedingt einen Anwalt konsultieren.

Um herauszufinden, welche Höhe angemessen ist, können sogenannte Schmerzensgeldtabellen als Richtlinie genommen werden. Weigert sich der Schädiger zu zahlen, können Sie das Schmerzensgeld vor Gericht einklagen. Dazu genügt ein formloses Schreiben an das zuständige Amtsgericht.

Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie Nachweise oder Gutachten von Ihrem behandelnden Arzt vorlegen können, sodass Sie belegen können, dass die Verletzungen durch den Unfall entstanden sind. Sobald Sie Schmerzensgeld einklagen wollen, ist es sinnvoll, einen Anwalt mit ins Boot zu holen.

Ein versierter Anwalt kennt sich mit Schmerzensgeldforderungen bestens aus und kann genau beurteilen, wie viel Schmerzensgeld eingeklagt werden kann.

Anwaltszwang herrscht vor Gericht zwar nicht, aber versuchen Sie auf eigene Faust Ihre Ansprüche auf Schmerzensgeld durchzusetzen, laufen Sie Gefahr, dass die geforderte Höhe des Schmerzensgeldes zu niedrig oder zu hoch bemessen ist.

Wann verjährt der Anspruch auf Schmerzensgeld?

Der Anspruch auf Schmerzensgeld entsteht ab dem Zeitpunkt, zu welchem der Geschädigte Kenntnis von seiner Verletzung erlangt. Ab diesem Moment beginnt auch die Verjährungsfrist zu laufen. Schmerzensgeld einklagen können Sie gemäß § 195 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) drei Jahre ab Kenntnisbeginn. Anschließend verjährt der Anspruch.

Als Ausnahme sind rechtskräftige Schadensersatzurteile zu betrachten. Diese unterliegen einer absoluten Verjährungsfrist von 30 Jahren. Haben Sie beispielsweise vor Gericht bereits Schmerzensgeld eingeklagt und der Schädiger kann momentan nicht zahlen, erhalten Sie einen Vollstreckungstitel. Allerdings bleiben Sie zunächst auf den Gerichts- und Anwaltskosten sitzen und müssen auch auf Ihr Schmerzensgeld bis zu 30 Jahre warten. Im schlimmsten Fall gehen Sie sogar komplett leer aus, weil beim Schädiger finanziell nichts zu holen ist.
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