Innerorts geblitzt: Folgen einer Geschwindigkeitsüberschreitung in einer Ortschaft

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Bußgeldrechner: Wie viel kostet es, innerorts geblitzt zu werden?

Innerorts geblitzt: Die Kosten richten sich vor allem nach der Höhe des Tempoverstoßes.

Innerorts geblitzt: Die Kosten richten sich vor allem nach der Höhe des Tempoverstoßes.

Ein großer Teil des Verkehrs auf deutschen Straßen findet innerorts statt. Wer zu schnell unterwegs ist, muss auch hier damit rechnen, teils empfindliche Sanktionen auferlegt zu bekommen. Dabei sind die im Bußgeldkatalog verzeichneten Strafen höher als bei vergleichbaren Verkehrsverstößen außerorts.

Das hat vor allem den Grund, dass es nicht nur für den Kfz-Führer riskant ist, zu schnell zu fahren – innerorts steigt das Risiko, ebenso Dritte wie Fußgänger oder Radfahrer zu gefährden, beträchtlich. Daher ahnden Behörden es strenger, wenn Verkehrsteilnehmer innerorts geblitzt werden.

Der Toleranzabzug ist innerorts allerdings derselbe wie außerortsunter 100 km/h werden 3 km/h abgezogen, ansonsten 3 Prozent. Insbesondere, wer über 20 km/h innerorts zu schnell gefahren ist, muss mit einem hohen Bußgeld und ggf. einem Fahrverbot rechnen.

Zu schnell gefahren: Welche Sanktionen innerorts drohen

Das Blitzen dient innerorts auch der Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer.

Das Blitzen dient innerorts auch der Sicherheit der jüngsten Verkehrsteilnehmer.

Bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung innerhalb geschlossener Ortschaften sind vor allem Geldbußen und ggf. Nebenfolgen relevant. In der Regel ist mit letzteren ein Fahrverbot unterschiedlicher Länge gemeint.

Auch geringes Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit bis maximal 20 km/h zu schnell können innerorts geblitzt werden. Allerdings wird lediglich ein Verwarngeld bis allenfalls 35 Euro erhoben.

Bei mindestens 21 km/h mehr, als das Tempolimit erlaubt, kann es weitaus teurer werden, innerorts geblitzt zu werden. Ab wann ein Fahrverbot droht, kann jedoch nicht eindeutig beantwortet werden.

  • Für Ersttäter, die in den letzten 12 Monaten nicht geblitzt wurden – innerorts oder außerorts –, erfolgt ein Fahrverbot in der Regel erst ab 31 km/h „drüber“.
  • Wiederholungstäter hingegen, die in den letzten 12 Monaten bereits mit einer oder mehreren Geschwindigkeitsüberschreitungen von mindestens 26 km/h behördlich in Erscheinung getreten sind, wird ein Fahrverbot normalerweise schon ab 26 km/h angeordnet.

Innerorts geblitzt in der Probezeit

Fahranfänger befinden sich in den ersten zwei Jahren nach Erteilung der Fahrerlaubnis in der sogenannten Probezeit. Für sie können noch weitere Konsequenzen drohen, wenn sie innerorts geblitzt werden. Die Strafe ist jedoch wiederum abhängig von der Höhe der Geschwindigkeitsüberschreitung sowie den bereits begangenen Verkehrsverstößen.

Grundsätzlich kommen Bußgelder und Fahrverbote ebenso auf den Fahranfänger wie auf den Fahrveteranen zu. Begehen Kfz-Führer in der Probezeit jedoch sogenannte A-Verstöße, hat das zusätzliche Folgen. Ab 21 km/h gilt eine Tempoüberschreitung als A-Verstoß.

So wird dem Betroffenen

  • beim ersten A-Verstoß ein Aufbauseminar auferlegt,
  • beim zweiten A-Verstoß eine schriftliche Verwarnung zugestellt und der Besuch einer verkehrspsychologischen Beratung empfohlen,
  • beim dritten A-Verstoß die Fahrerlaubnis entzogen.
Achtung! Der Entzug der Fahrerlaubnis ist nicht gleichzusetzen mit einem Fahrverbot, nachdem ein Fahrer innerorts geblitzt wurde! Letzteres währt maximal drei Monate, danach bekommt der Betroffene sein Führerscheindokument automatisch zurück. Der Fahrerlaubnisentzug hingegen betrifft die grundsätzliche Erlaubnis, ein Fahrzeug zu führen. Nach einer mitunter monate- oder jahrelangen Sperrfrist muss die Fahrerlaubnis erneut beantragt werden. Meistens verlangt die Behörde dafür eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) oder erneute Führerscheinprüfungen.

Einspruch einlegen bei Fehlern

Ein Bußgeld, nachdem innerorts zu schnell gefahren wurde, kann ggf. durch einen Einspruch verringert oder abgewendet werden.

Ein Bußgeld, nachdem innerorts zu schnell gefahren wurde, kann ggf. durch einen Einspruch verringert oder abgewendet werden.

Ein nicht geringer Anteil der Bußgeldbescheide, die ausgestellt werden, ist fehlerhaft. Es können beispielsweise Form- und Verfahrensfehler auftreten oder ein Messfehler zugrunde liegen. In einem solchen Fall können Betroffene Einspruch einlegen.

Bei geringen Bußgeldern lohnt die Prüfung meist nicht; bei hohen Geldbußen oder langen Fahrverboten bzw. dem Führerscheinentzug kann ein Anwalt für Verkehrsrecht jedoch prüfen, inwieweit der Bußgeldbescheid anfechtbar ist.

Ein Einspruch muss innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt des Bußgeldbescheids erfolgen. Wird diese Frist verpasst, ist der Bescheid in aller Regel rechtskräftig. Gff. ist das Einsetzen in den vorherigen Stand noch möglich – denkbar ist dies in der Regel dann, wenn der Adressierte keine Chance hatte, den Bescheid innerhalb der Frist zur Kenntnis zu nehmen, etwas aufgrund einer Reise.

Bußgeldtabelle zur Geschwindigkeitsüberschreitung innerorts

Anhand der folgenden Tabelle ist ein guter Überblick möglich, was es nach dem Bußgeldkatalog kostet, innerorts geblitzt zu werden.

VerstoßStrafe (in €)PunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
… bis 10 km/h15eher nicht
… 11 - 15 km/h25eher nicht
… 16 - 20 km/h35eher nicht
… 21 - 25 km/h801Hier prüfen
… 26 - 30 km/h1001(1 Monat)*(1 M)*Hier prüfen
… 31 - 40 km/h16021 Monat(1 M)*Hier prüfen
… 41 - 50 km/h20021 Monat1 MHier prüfen
… 51 - 60 km/h280 21 Monat2 MHier prüfen
… 61 - 70 km/h480 23 Monate2 MHier prüfen
über 70 km/h680 23 Monate3 MHier prüfen

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