Das Handy am Steuer – warum werden dadurch alle Verkehrsteilnehmer gefährdet?

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Mit dem Handy am Steuer sollten Sie sich nicht erwischen lassen.

Mit dem Handy am Steuer sollten Sie sich nicht erwischen lassen.

Kommt beim Fahren ein dringender Anruf rein, sind nicht nur Autofahrer schnell dabei und haben das Handy am Ohr. Nachvollziehbar, geht doch durch die Suche nach einer Halte- oder Parkmöglichkeit wertvolle Zeit verloren.

Das Problem: Die Benutzung von Handys im Straßenverkehr ist laut Verkehrsrecht verboten, da es vom Verkehrsgeschehen ablenkt. Wird dieses Handyverbot ignoriert, erwartet Verkehrssünder ein Bußgeldbescheid, der ein das anstehende Bußgeld und andere etwaige Sanktionen auflistet.

Dieser Ratgeber klärt auf, mit welchen Ahndungen Sie zu rechnen haben, wurden Sie zum Beispiel mit dem Handy geblitzt. Wir klären auch, ob für das Fahren mit dem Handy am Steuer Punkte drohen.

Bußgeldtabelle Handy am Steuer

VergehenBußgeld (in €)Punkte
Benutzung von einem Handy am Steuer601
Benutzung von einem Handy beim Fahrradfahren25

Warum steht auf das Handy am Steuer eine Strafe?

Klingelt das Telefon, sucht der Fahrer schnell den Annahmeknopf. Dabei wendet er seinen Blick von der Straße ab. Ist das Telefonat in vollem Gange, muss das Gerät gehalten werden, entweder in einer Hand oder eingeklemmt zwischen Ohr und Schulter. Bei all diesen Aktionen führt das Handy am Steuer dazu, dass das Verkehrsgeschehen bei der Fahrt nicht mehr in vollem Maße überblickt wird. Hinzu kommt, dass auch durch das einhändige Fahren große Risiken bestehen, schließlich sind Sie abgelenkt und haben Ihr Fahrzeug im Notfall nicht mehr komplett unter Kontrolle, da die zweite Hand am Steuer fehlt.

Für die Benutzung vom Handy am Steuer droht eine Strafe unter anderem in Form von einem Bußgeld, ist doch die Konzentration eingeschränkt. Andere Verkehrsteilnehmer werden hierdurch gefährdet.

Beim Fahren telefonieren – das sagt die Unfallstatistik

Jede Ablenkung beim Fahren gilt als lebensgefährliche Situation beim Führen eines Kraftfahrzeugs (Kfz). Die Straßenverkehrsordnung (StVO) sieht deshalb für das Hantieren mit dem Smartphone am Steuer auch Punkte in Flensburg vor.

Wie das Kraftfahrt-Bundesamt für das Jahr 2011 mitteilte, wurden 450.000 Verkehrssünder mit dem Handy am Lenkrad erwischt. Vor allem männliche Autofahrer im Alter zwischen 35 und 44 Jahren fielen beim Telefonieren auf, aber auch Frauen greifen immer häufiger zum Telefon am Steuer.

Mit dem Telefon am Steuer – was ist erlaubt und was nicht?

Das seit 2004 bestehende Verbot mit dem Handy am Steuer unterwegs zu sein, erstreckt sich nicht grundsätzlich auf alle Situationen im Auto. Unter bestimmten Umständen, darf das Telefon sehr wohl im Kraftfahrzeug benutzt werden.

Für das Telefonieren am Steuer gibt es kein Bußgeld, wenn Sie eine Freisprechanlage verwenden. So lange das Handy nicht benutzt wird, müssen Sie mit keinen Ahndungen rechnen.

Es ist hingegen erlaubt, einen Blick auf das Handy am Lenkrad zu werfen, wenn Sie an einer roten Ampel stehen und der Motor dabei ausgeschaltet ist.

Wann es sich um eine Benutzung des Telefons handelt und wann nicht, darüber haben immer wieder Gerichte zu entscheiden. In der Vergangenheit setzten sich unter anderem die Oberlandesgerichte Hamm, Jena und Köln mit der Materie auseinander. Die Richter beschlossen, dass es sich bei den folgenden Handlungen um vom Bußgeldkatalog zu ahnende Verstöße handelt, sofern das Telefon dafür in die Hand genommen wird:

  • Ablesen der Uhrzeit
  • Lesen einer SMS
  • Blick auf das Display, um Telefonnummer zu erkennen
  • Handy am Steuer als Diktiergerät benutzt
  • wegdrücken
  • Handy als Navigationsgerät verwendet

Der Bußgeldkatalog Handy – auf diese Bußgelder müssen Sie sich gefasst machen

Seit der Reform des Punktesystems im Mai 2014 müssen Verkehrssünder, die mit dem Handy am Ohr erwischt wurden, mit höheren Strafen rechnen. Lassen sie sich verleiten und warten mit dem Aufnehmen des Telefons nicht ab, bis der Motor ausgeschaltet ist, drohen ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro sowie ein Punkt auf dem persönlichen Konto des Fahreignungsregisters beim Kraftfahrt-Bundesamt.

Auch ein Fahrverbot ist nicht ausgeschlossen. Dies wird allerdings erst angeordnet, wenn sich herausstellt, dass der Betroffene bereits häufiger mit dem Handy am Steuer auffällig geworden ist. Laut Paragraph 25 StVO ist unter diesen Umständen der Tatbestand „Beharrlichkeit“ erfüllt. Als Wiederholungstäter muss er deshalb für das Handy am Steuer nicht nur ein Bußgeld zahlen, das angesichts der vorsätzlichen Begehung höher als 60 Euro ausfällt, sondern auch mit einem Fahrverbot von bis zu drei Monaten leben.

Telefonieren am Steuer in der Probezeit

Mit dem Telefon am Steuer in der Probezeit: Es drohen neben Bußgeld und Punkten in Flensburg noch weitere Sanktionen.

Mit dem Telefon am Steuer in der Probezeit: Es drohen neben Bußgeld und Punkten in Flensburg noch weitere Sanktionen.

Gerade junge Fahrer und Fahranfänger können sich häufig nur schwer von ihrem geliebten Smartphone trennen. Auch, wenn die Fahrt nur kurz ist, werden stolz Selfies gemacht oder Nachrichten an Freunde verschickt.

Doch das kann schwerwiegende und vor allem kostspielige Folgen haben. Denn: Wer sich in der Probezeit befindet, hat sich noch zu bewähren und muss strengere Regeln und Vorgaben einhalten.

Schließlich starten sie gerade erst neu in das Leben als Auto- oder Lkw-Fahrer und können noch nicht so viel Fahrerfahrung vorweisen.

Vergehen gegen die gesetzlichen Regelungen kommen sie vor diesem Hintergrund teurer zu stehen. Kategorisiert sind die möglichen Delikte in A-und B-Vergehen.

  • A-Verstoß (schwerwiegende Delikte) wie zum Beispiel Unfallflucht, Trunkenheit und illegale Autorennen
  • B-Verstoß (weniger schwerwiegende Delikte) wie zum Beispiel abgefahrene Reifen, ungesicherte Ladung und Überziehung der Hauptuntersuchung um mehr als acht Monate

Das Handy am Steuer ist der zweiten Kategorie zuzuordnen. Wird ein in der Probezeit befindlicher Fahrer das erste Mal telefonierend beim Fahren erwischt und hat sich ansonsten noch keine anderen B-Verstöße geleistet, drohen noch keine Konsequenzen. Doch schon beim zweiten Mal verlängert sich die Probezeit auf insgesamt vier Jahre. Zudem muss ein kostenpflichtiges Aufbauseminar absolviert werden.

Geblitzt mit dem Handy am Ohr – was nun?

Sie hatten es eilig und wurden geblitzt mit dem Handy in der Hand oder am Ohr. Welche Ahndungen sind jetzt zu befürchten? Handelt es sich um einen Verstoß oder wird Ihr Fehltritt doppelt bestraft?

Das Handy am Steuer ist tabu! Ein Bußgeld von 60 Euro und ein Punkt in Flensburg sind die Folge. Wer gleichzeitig noch zu schnell fährt, macht sich eines weiteren Vergehens schuldig.

In der Regel müssen Sie jedoch nicht für beide Delikte zahlen, da von einer Tateinheit ausgegangen wird. Sie haben infolgedessen nur für den Verstoß zu zahlen, der laut Bußgeldrechner mit den höheren Sanktionen belegt ist. Manchmal kommt auch noch die Hälfte der zweiten Strafe hinzu.

Nichtsdestotrotz ist aber auch eine Einschätzung als „Tatmehrheit“ nicht auszuschließen. Sie erhalten dann zwei Bußgeldbescheide und müssen – sofern kein Einspruch eingelegt wird – auch beide voll bezahlen.

Wenn Sie glauben, durch Blitzerapps mit dem Handy am Steuer kein Bußgeld zu riskieren und trotzdem schnell unterwegs zu sein, dann unterliegen Sie einem Trugschluss. Denn die Verwendung von solchen Programmen auf dem Telefon und anderen technischen Geräten ist nicht gestattet. Auch hierfür drohen ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro sowie ein Punkt in Flensburg.

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