Geschwindigkeitskontrolle: Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr

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Eine Geschwindigkeitskontrolle dient dazu, die Einhaltung des zulässigen Tempos zu überwachen.
Eine Geschwindigkeitskontrolle dient dazu, die Einhaltung des zulässigen Tempos zu überwachen.

Zu schnell war fast jeder schon einmal. Das immer höhere Verkehrsaufkommen, Stress oder Ablenkungen während des Fahrens können dazu führen, dass so mancher den Fuß nicht rechtzeitig vom Gas nimmt. Allerdings gibt es auch Verkehrsteilnehmer, die immer etwas zu rasant unterwegs sind. Um Verstöße gegen die Verkehrsregeln zu ahnden, kommt die sogenannte Geschwindigkeitskontrolle zur Anwendung

Als Maßnahme der Geschwindigkeitsüberwachung sollen solche Kontrollen dazu beitragen, dass Fahrer sich der Gefahren von überhöhter Geschwindigkeit deutlicher bewusst werden und auch erfahren, dass es sich dabei nicht um ein Kavaliersdelikt handelt. Zwar bewirkt eine Geschwindigkeitskontrolle keine Strafe im juristischen Sinne, dennoch sind Sanktionen vorgesehen. Der folgende Ratgeber geht näher darauf ein, was bei einer Geschwindigkeitskontrolle genau passiert und wie diese durchgeführt wird.

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Geschwindigkeitsbegrenzung Höchstgeschwindigkeit Mindestgeschwindigkeit Geschwindigkeit Spielstraße Richtgeschwindigkeit

Geschwindigkeitskontrolle? Warum ist das wichtig?

Die Geschwindigkeitsüberwachung kann auf verschiedene Weisen erfolgen.
Die Geschwindigkeitsüberwachung kann auf verschiedene Weisen erfolgen.

Nicht ohne Grund gibt es im öffentlichen Straßenverkehr Geschwindigkeitsbeschränkungen, denn laut den Zahlen aus der Unfallstatistik des Statistischen Bundesamtes ist überhöhte Geschwindigkeit eine der Unfallursachen mit den schwerwiegendsten Folgen. Derzeit geschehen immer noch etwa 12 Prozent der Verkehrsunfälle aufgrund nicht angepasster bzw. zu hoher Geschwindigkeit. Sind Verkehrsteilnehmer zu schnell, verlängert sich nicht nur der Bremsweg, auch die Folgen eines Unfalls werden unmittelbar von der Geschwindigkeit beeinflusst.

Es macht schon einen deutlichen Unterschied, ob ein Fahrzeug mit 30 km/h auf ein anderes auffährt oder mit 80 km/h. Darüber hinaus verringert sich die Zeit zum Reagieren, wenn Fahrzeuge mit hohem Tempo unterwegs sind. Oftmals überfordert dann eine unvorhergesehene Situation den Fahrer, was zu Fehlern führen kann. Auch das Ausbrechen des Fahrzeugs oder das Herausfliegen aus der Kurve wird durch überhöhtes Tempo begünstigt. Verkehrssünder, die zu schnell sind, gefährden sich selbst und andere Verkehrsteilnehmer. Eine Geschwindigkeitskontrolle kann dann unter Umständen verhindern, dass es zu einem Unfall kommt und Fahrer entsprechend aufmerksam machen.

Die geltenden Geschwindigkeitsbeschränkungen sind entweder durch die allgemeinen Vorgaben in der Straßenverkehrsordnung (StVO) bestimmt oder werden mit der Hilfe von Verkehrsschildern vorgegeben. Die Einhaltung dieser Vorgaben ist dann Aufgabe der Geschwindigkeitsüberwachung.

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Was ist eigentlich eine Geschwindigkeitskontrolle?

Umgangssprachlich verwenden die meisten wohl den Begriff „Blitzer wenn es um eine Geschwindigkeitskontrolle geht. Das hat in der Regel damit zu tun, dass Messgeräte, die ein Foto anfertigen, seit Beginn der Überwachung mit Blitz funktionierten bzw. immer noch funktionieren. Fahrer wurden und werden so auf Kontrollen aufmerksam, sodass sich der Begriff für jegliche Art der Messung eingebürgert hat. Doch eine Geschwindigkeitskontrolle kann auch ohne Blitz und durch verschiedene Methoden erfolgen.

Bei einer Geschwindigkeitskontrolle wird die augenblickliche Geschwindigkeit eines Fahrzeugs erfasst und entweder vor Ort durch die Beamten oder innerhalb der Verjährungsfrist durch die Behörden ausgewertet. Liegt eine Geschwindigkeitsüberschreitung vor, müssen Fahrer dann mit Bußgeldern, Punkten und auch Fahrverboten rechnen. Die Höhe der Sanktionen hängt von den gemessenen Werten ab, wobei bei einer Geschwindigkeitskontrolle auch eine Toleranz zum Tragen kommt, die eine Sanktion eventuell mindern kann.

Die Einhaltung der Regelungen bezüglich der zulässigen Höchstgeschwindigkeit wird entweder durch die Polizei oder die zuständigen Ordnungsbehörden durchgeführt. Das kann regional unterschiedlich gehandhabt sein. Üblicherweise sind die Ordnungsämter für die Überwachung innerhalb der Ortschaften verantwortlich. Die Polizei oder auch die Kreisverwaltungen führen Kontrollen dann außerorts durch. Zum Wirkungsbereich zählen dann sowohl Landstraßen als auch Bundesstraßen und Autobahnen.

Die stationäre Geschwindigkeitsüberwachung kennen Fahrer als Säulen oder Kästen.
Die stationäre Geschwindigkeitsüberwachung kennen Fahrer als Säulen oder Kästen.

Eine private Geschwindigkeitsüberwachung, das heißt durch beauftragte Unternehmen, ist üblicherweise nur dann erlaubt, wenn die Behörden als Auftraggeber fungieren. Führen Privatpersonen ohne behördlichen Auftrag oder Genehmigung eine Messung durch, sind die Ergebnisse für ein Bußgeldverfahren üblicherweise nicht verwendbar bzw. zulässig.

Die Geschwindigkeitskontrolle kann sowohl durch mobile als auch durch stationäre Messgeräte geschehen. Die rechtlichen Vorgaben, wie eine solche Kontrolle erfolgen muss, damit die Ergebnisse in einem Ordnungswidrigkeitenverfahren zulässig sind, unterscheiden sich je nach Bundesland. Die durchführenden Beamten bzw. die zuständigen Mitarbeiter müssen so geschult sein, dass die Verwendung der Messgeräte den jeweiligen Bestimmungen entspricht.

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Funktionsweise der Kontrollen: Stationäre oder mobile Geschwindigkeitsüberwachung

Die Art und Weise wie in Deutschland eine Geschwindigkeitskontrolle durchgeführt wird, kann durchaus sehr unterschiedlich sein. Da jedoch die Fahrerhaftung gilt, sollte der Fahrer klar identifizierbar sein. Auch das kann auf verschiedenen Wegen sichergestellt werden. So ist es bei mobilen Messgeräten oder bei einer Geschwindigkeitskontrolle durch Hinterherfahren üblich, dass die Beamten den Verkehrssünder vor Ort anhalten und diesem den Verstoß mitteilen. In der Regel können die Beamten den Fahrer feststellen. Eine mobile Messung kann über Geräte, die in einem Fahrzeug platziert sind oder an der Fahrbahn aufgestellt werden, erfolgen. Sie kann aber auch durch die bekannte Laserpistole stattfinden. In allen Fällen sind Messungen an den verschiedensten Ort möglich, sodass Fahrer sich üblicherweise nicht auf diese Kontrollen vorbereiten können.

Stationäre Blitzer, die fest an einem Ort installiert sind, fertigen zur Identifikation der Fahrer Fotos von diesem und vom Kennzeichen des Fahrzeugs an, welche dann im Bußgeldverfahren auch als Beweismittel dienen. Daher ist es in der Regel so, dass diese Geräte von vorn messen. Diese Geschwindigkeitsmesser sind oft an Brücken angebracht oder in Form von Kästen bzw. Säulen entlang der Fahrbahn positioniert.

Technische Möglichkeiten der Geschwindigkeitsüberwachung

Eine mobile Geschwindigkeitsüberwachung kann z. B. per Radar oder Laser stattfinden.
Eine mobile Geschwindigkeitsüberwachung kann z. B. per Radar oder Laser stattfinden.

Technisch kommen einige verschiedene Methoden für eine Geschwindigkeitskontrolle in Frage. Allseits bekannt dürfte die Radarmessung sein. Die Geräte senden Wellen aus, die vom Fahrzeug zurückgeworfen werden. Die Frequenz der Wellen ändert sich mit der Geschwindigkeit. Oft lösen Überschreitungen der eingestellten zulässigen Höchstgeschwindigkeit dann den Blitz bzw. ein Foto aus. Bei Infrarot- oder Schwarzlichtblitzgeräten, blitzt es nicht, dennoch wird ein Foto angefertigt. Radargeräte können je nach Ausführung sowohl mobil als auch stationär eingesetzt werden.

Auch bekannt ist die Geschwindigkeitskontrolle per Laser. Ähnlich der Radarmessung werden Lichtsignale vom Gerät zu Gegenständen gesandt und von diesen zurückgeworfen. Gemessen wird hier in der Regel die Zeit, die das Signal benötigt, um zum Messgerät zurückzukehren. Ein Beispiel für diese Methode ist die Laserpistole, welche meist mobil eingesetzt wird. Es gibt jedoch auch Anlagen, die Blitzerfotos erstellen.

Weitere Möglichkeiten, eine Geschwindigkeitskontrolle durchzuführen, sind die Induktionstechnik, Lichtschranken oder das sogenannte ProVida-Verfahren.  Bei der Induktionstechnik sind üblicherweise Sensoren oder Schleifen in der Fahrbahn verbaut. Die Zeit, die ein Fahrzeug von einem Sensor zum anderen benötigt, dient der Ermittlung der Geschwindigkeit. Ähnlich funktionieren Lichtschranken. Die gemessene Zeit, die ein Fahrzeug benötigt, um alle Schranken zu durchqueren, berechnet die gefahrene Geschwindigkeit. Meist wird bei einer Überschreitung auch hier ein Foto erstellt.

Beim sogenannten ProVida-Verfahren wird die Messung beim Hinterherfahren aus einem Polizeifahrzeug heraus vorgenommen. Ein geeichter Tacho ist mit einem Videosystem verbunden und zeichnet auf einer bestimmten Strecke bei gleichem Abstand die Geschwindigkeit des verfolgten Fahrzeugs auf. Bei dieser Art der Geschwindigkeitskontrolle werden die Verkehrssünder in der Regel durch die Beamten angehalten und umgehend über den Verstoß sowie auch über die möglichen Bußgelder, Punkte und Fahrverbote informiert.

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