Geldstrafe: Bei Alkohol am Steuer ist eine solche möglich

Von zu-schnell-gefahren.de, letzte Aktualisierung am: 21. November 2020

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Unter Alkoholeinfluss zu fahren, kann strafbar sein

Eine Freiheits- oder Geldstrafe ist bei Alkohol am Steuer ein mögliche Sanktion.
Eine Freiheits- oder Geldstrafe ist bei Alkohol am Steuer ein mögliche Sanktion.

Das eine Bier mehr zum Feierabend oder der letzte Cocktail zum Abschluss der Party, mehr als ein Bußgeld wird das ja wohl nicht geben? Mit diesem Gedanken liegen Verkehrsteilnehmer allerdings oft falsch. Denn neben einem Bußgeld sammeln Fahrer Punkte und müssen ein Fahrverbot hinnehmen. Was jedoch gravierender sein kann, ist der Fakt, das ab einem bestimmten Promillewert kein Bußgeld mehr droht, sondern eine Geldstrafe. Alkohol am Steuer gilt dann rechtlich gesehen als Straftat.

Überschreiten Kraftfahrer einen gesetzlich festgelegten Promillewert, gelten sie nicht mehr als fahrtüchtig und werden als Gefahr für den Straßenverkehr gewertet. Das Strafgesetzbucht (StGB) sieht in diesem Vorgehen eine strafbare Handlung und ahndet dies entsprechen. Ab wann Alkohol am Steuer eine Geldstrafe nach sich zieht, erläutert der nachfolgenden Ratgeber näher. Des Weiteren betrachtet er die Umstände und die rechtlichen Voraussetzungen, unter welchen eine Freiheitsstrafe möglich ist.

FAQ: Geldstrafe bei Alkohol am Steuer

Ist beim Tatbestand „Alkohol am Steuer“ statt eines Bußgeldes eine Geldstrafe eine Option?

Ja. Weisen Verkehrsteilnehmer bestimmte Promillewerte auf oder liegt bei geringen Werten eine Gefährdung des Straßenverkehrs vor, handelt es sich um eine Straftat. Diese wird dann mit Geld- oder Freiheitsstrafen geahndet.

Wo ist bestimmt, wann eine Geldstrafe bei Alkohol am Steuer droht?

In § 316 Strafgesetzbuch (StGB) wird rechtlich bestimmt, wann Verkehrsteilnehmer bei Alkohol am Steuer fahruntüchtig sind und wie dies zu ahnden ist.

Ab wann müssen Fahrer mit einer Geldstrafe rechnen?

In der Regel wird ab einem Wert von 1,1 bzw. 1,6 Promille von einer absoluten Fahruntüchtigkeit ausgegangen. Sind Fahrer mit diesen oder höheren Werten unterwegs, verstoßen sie nicht nur gegen die Promillegrenze, sondern machen sich strafbar.

Bußgeldtabelle: Alkohol am Steuer

DeliktBußgeld (in €)PunkteFahrverbotFVerbotLohnt ein Einspruch?
Verstoß gegen die 0,5 Promillegrenze
... beim 1. Mal50021 Monat1 MHier prüfen
... beim 2. Mal100023 Monate3 MHier prüfen
... beim 3. Mal1500 23 Monate3 MHier prüfen
Gefährdung des Verkehrs unter Alkoholeinfluss (gilt ab 0,3 Promille)3Entziehung des Führerscheins, Freiheitsstrafe oder GeldstrafeHier prüfen
Alkoholgehalt im Blut liegt über 1,09 Promille3Entziehung des Führerscheins, Freiheitsstrafe oder GeldstrafeHier prüfen

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Geldstrafe bei Alkohol am Steuer: Wichtige gesetzliche Bestimmungen

Wie hoch eine Geldstrafe bei Alkohol am Steuer ausfällt, ist vom Einzelfall abhängig.
Wie hoch eine Geldstrafe bei Alkohol am Steuer ausfällt, ist vom Einzelfall abhängig.

Wann Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr eine Verkehrsordnungswidrigkeit begehen, legt neben der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) auch das Straßenverkehrsgesetz (StVG) fest. In § 24a StVG ist eindeutig definiert, wann eine solche Ordnungswidrigkeit im Falle von Alkohol am Steuer vorliegt und wie diese zu ahnden ist. Doch wo ist bestimmt, in welchem Fall Verkehrsteilnehmer eine Straftat begehen und dann mit einer Freiheits- oder Geldstrafe bei Alkohol am Steuer rechnen müssen?

Wie zuvor erwähnt, kommen hier die Regelungen des Strafgesetzbuches zum Tragen. Sind Verkehrsteilnehmer aufgrund des Genusses von Alkohol nicht mehr in der Lage ein Fahrzeug zu führen und tun dies dennoch, handeln sie gemäß § 316 StGB strafbar. In diesem Fall müssen Sie mit folgenden Sanktionen rechnen:

 (1) […] mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wenn die Tat nicht in § 315a oder § 315c mit Strafe bedroht ist.

(2) Nach Absatz 1 wird auch bestraft, wer die Tat fahrlässig begeht.

Gefährden Fahrer also den Straßenverkehr durch Alkohol am Steuer, ist eine Geldstrafe sehr wahrscheinlich. Des Weiteren definiert § 69 StGB, dass in einem solchen Fall mit einem Fahrverbot oder die Entziehung der Fahrerlaubnis weitere Konsequenzen auf Verkehrssünder zukommen. Ab Werten von 1,1 Promille ist zudem auch mit der Anordnung einer Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) zu rechnen.

Üblicherweise führen Promillewerte ab 1,1 bei Kraftfahrer und 1,6 bei Radfahrern zu einer Anzeige, was dann in einer Verhandlung vor Gericht enden kann. Wie hoch die Geldstrafe bei Alkohol am Steuer ausfällt, hängt vom jeweiligen Einzelfall ab und wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Das Gericht legt üblicherweise Tagessätze fest, welche dann die Geldstrafe ausmachen.

Hier finden unter anderem das Gehalt des Verkehrssünders als auch die Schwere der Tat Berücksichtigung. Des Weiteren ziehen die Gerichte auch die Vorgeschichte heran, um eine angemessene Geldstrafe bei Alkohol am Steuer festzulegen. Bei einer Wiederholungstat, fällt diese in der Regel höher aus als bei einem ersten bzw. einmaligen Vergehen. Auch, ob Verkehrssünder Einsicht zeigen und welchen Folgen die Tat hatte, spielen bei der Erwägung des Strafmaßes eine wichtige Rolle.

Geldstrafe:  Alkohol am Steuer als Straftat

Ab 1,1 Promille kann Alkohol am Steuer ein Geldstrafe bedeuten.
Ab 1,1 Promille kann Alkohol am Steuer ein Geldstrafe bedeuten.

Grundsätzlich gilt in Deutschland für Kraftfahrer eine 0,5-Promillegrenze. Für Fahranfänger und Fahrer unter 21 Jahren ist sogar ein striktes Alkoholverbot zu beachten. Überschreiten Verkehrsteilnehmer diese, müssen sie immer mit Sanktionen rechnen. Der wichtigste Faktor, wann es sich bei Alkohol am Steuer um eine Straftat handelt, ist neben den gemessenen Promillewerten auch die Fahrtüchtigkeit. Wann eine solche vorliegt, ist im Gesetz allerdings nicht definiert. Hier werden üblicherweise wegweisende Urteile und Entscheidungen des Bundesgerichtshofs (BGH) zugrunde gelegt.

Gemäß der Rechtsprechung, wird üblicherweise ab Promillewerten von 1,1 bei Kraftfahrer und 1,6 bei Radfahrern von einer absoluten Fahruntüchtigkeit ausgegangen. Fahrer sind dann nicht mehr in der Lage, sicher ein Fahrzeug zu führen und am Straßenverkehr teilzunehmen. Tun sie dies dennoch, machen sie sich, wie bereits erwähnt, strafbar. Hier wird grundsätzliche eine Strafanzeige gestellt.

Wichtig ist, dass bei einer Gefährdung im Straßenverkehr, bereits 0,3 Promille eine Geldstrafe bei Alkohol am Steuer bedeuten können. Da jeder Mensch unterschiedlich auf Alkohol reagiert und abbaut, ist es durchaus möglich, dass geringe Promillewerte bei einigen zur Fahruntüchtigkeit führen. Fahren angetrunken oder betrunkene Verkehrsteilnehmer so, dass sie andere gefährden, ist also eine Geld- oder Freiheitsstrafe eine Option.

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Quellen und weiterführende Links

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