Wurden Sie geblitzt? Die häufigsten Fragen zur Geschwindigkeitsüberschreitung

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Wurden Sie geblitzt beträgt die Verjährung drei Monate, sofern kein Bußgeldbescheid eintrifft.

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Blitzer können in unterschiedlichsten Formen und Arten im Straßenverkehr auftreten. Neben den stationären Blitzern sind besonders die mobilen Messgeräte bei motorisierten Verkehrsteilnehmern gefürchtet. Geblitzt werden können Sie im Prinzip überall. Daher ist es besonders wichtig, sich an die zulässige Höchstgeschwindigkeit zu halten.

“Ich wurde geblitzt. Wie teuer kann das werden?” ist eine besonders häufige Frage unter Verkehrssündern. Die Strafe hängt von der gefahrenen Geschwindigkeit, der zulässigen Höchstgeschwindigkeit und inwiefern das Vergehen innerorts oder außerorts begangen wurde, ab. Zudem wird, wenn Sie geblitzt wurden, eine Toleranz von der gemessenen Geschwindigkeit abgezogen. Dabei handelt es sich in der Regel um 3 % oder 3 km/h.

Aber welche Strafe droht eigentlich, wenn Sie in der Probezeit geblitzt wurden? An welchen Standorten darf geblitzt werden? Wie hoch ist das Bußgeld, wenn Sie über eine rote Ampel gefahren sind oder beim Geschwindigkeitsverstoß das Handy in der Hand gehalten haben? Mehr dazu lesen Sie im folgenden Ratgeber.

Wo darf geblitzt werden?

Grundsätzlich darf ein Blitzer nicht direkt nach einem Hinweisschild zur zugelassenen Höchstgeschwindigkeit stehen. Je nach Bundesland sind allerdings unterschiedliche Abstände festgeschrieben, die allerdings nur als Richtlinien gelten. In den meisten Bundesländern liegt die Distanz bei 150 Metern.

Bayern und Thüringen schreiben 200 Meter vor. In Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Hessen und auf Kraftfahrstraßen in Mecklenburg-Vorpommern sind sogar nur 100 Meter vorgeschrieben. Die geringste Distanz sieht Berlin nach einem Temposchild mit 75 Metern vor.

Von hinten geblitzt werden darf in Deutschland übrigens nicht. Dies ist vor allem in Österreich üblich. In Deutschland gilt allerdings anders als in Österreich nicht die Halterhaftung, sondern der Fahrer muss für das Fehlverhalten zur Rechenschaft gezogen werden. Daher muss der Fahrer auf dem Foto deutlich erkennbar sein.

Wurde ich geblitzt?

Die meisten Autofahrer rechnen mit einem deutlich sichtbaren Blitz, wenn Sie geblitzt worden sind. Dies ist allerdings nicht immer der Fall. Moderne Blitzeranlagen messen vor allem mittels Rotlicht, welches mit dem bloßen Auge kaum zu erkennen ist. Dabei ist unerheblich, ob auf der Autobahn oder innerorts geblitzt wird.

Sofern Sie zu schnell unterwegs waren und Sie einen Blitzer erspäht haben, sollten Sie zunächst damit rechnen, dass dieser Sie gemessen hat. In diesem Fall muss allerdings innerhalb der nächsten drei Monate ein Anhörungsbogen oder Bußgeldbescheid bei Ihnen eintreffen. Wurden Sie nämlich geblitzt, droht eine Strafe.

Geblitzt in der Probezeit: Welche Strafe droht?

Geblitzt ohne Führerschein? Neben den üblichen Strafen müssen Sie sich des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Geblitzt ohne Führerschein? Neben den üblichen Strafen müssen Sie sich des Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten.

Wurden Sie in der Probezeit geblitzt kann dies besonders ärgerlich sein. Grundsätzlich ist bei einem Fahranfänger, der geblitzt wurde, der Führerschein nicht sofort weg. In der Probezeit wird zwischen A- und B-Verstößen unterschieden. Bei einem Geschwindigkeitsverstoß handelt es sich zunächst um einen A-Verstoß.

Hier gilt es allerdings zu differenzieren, wie schnell Sie unterwegs waren. Eine Überschreitung des Tempos um bis zu 20 km/h hat bis auf die üblichen Bußgelder keinen Einfluss auf die Probezeit. Erst ab einer Geschwindigkeit von mehr als 20 km/h zu schnell, kommt es zu Maßnahmen.

Der erste Verstoß hat nämlich eine Verlängerung der Probezeit sowie ein Aufbauseminar zur Folge, wenn Sie geblitzt wurden. Beim zweiten Verstoß droht bereits eine schriftliche Verwarnung und eine Empfehlung zur Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung. Beim dritten Verstoß wird der Führerschein des Fahranfängers eingezogen.

Geblitzt mit dem Handy am Ohr

Ein klingelndes Handy im Auto kann schnell dazu verleiten, dass Sie abheben. Schließlich kann es sich dabei um einen wichtigen Anruf handeln. Auch dies kann aber dazu führen, dass Sie geblitzt werden. Sowohl auf der Autobahn als auch innerorts kann dies nicht nur die Sanktionen einer Geschwindigkeitsüberschreitung zur Folge haben.

Wurden Sie geblitzt – innerorts wie außerorts – und Sie hielten ein Handy in der Hand, handelt es sich dabei um eine Tateinheit. Diese liegt vor, wenn Sie zur selben Zeit und am selben Ort mehrere Ordnungswidrigkeiten begangen haben. In dem Fall sieht die Bußgeldkatalog-Verordnung (BKatV) gemäß § 3 Abs. 6 das volle höhere Bußgeld vor und die Hälfte des geringeren Bußgeldes des zweiten Verstoßes.

Beispiel: Sie wurden mit 21 km/h außerorts und Ihrem Handy in der Hand geblitzt. Für die Geschwindigkeitsüberschreitung würden 70 Euro Bußgeld und ein Punkt in Flensburg fällig werden. Für den Handyverstoß drohen 100 Euro Bußgeld und ebenfalls ein Punkt in Flensburg. In diesem Fall wird das höhere Bußgeld von 100 Euro komplett fällig. Die 70 Euro muss der Verkehrssünder zur Hälfte zahlen. Dadurch ergibt sich ein Bußgeld von 135 Euro. Die Nebenfolgen werden addiert. Somit drohen beim oben genannten Beispiel zwei Punkte in Flensburg.

Bei Rot oder Gelb geblitzt: Droht ein Fahrverbot?

Hat die rote Ampel Sie geblitzt, liegt ein Rotlichtverstoß vor.

Hat die rote Ampel Sie geblitzt, liegt ein Rotlichtverstoß vor.

Besonders an Ampeln kommt es vor, dass Sie zwei mal geblitzt werden. Das liegt daran, dass ein Ampelblitzer einmal auslöst, wenn ein Fahrzeug die Haltelinie überquert und ein weiteres mal auslöst, wenn der Gefahrenbereich überfahren wurde. Erst der zweite Blitz ist für den Rotlichtverstoß entscheidend.

Wurden Sie also geblitzt bei Rot, wird differenziert, ob es sich dabei um einen einfachen oder einen qualifizierten Rotlichtverstoß handelt. Letzterer liegt vor, wenn Sie die rote Ampel überfahren haben als die Lichtzeichenanlage schon länger als eine Sekunde Rot zeigte. In diesem Fall droht ein Bußgeld von bis zu 360 Euro sowie zwei Punkte in Flensburg und mindestens ein Monat Fahrverbot.

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