Führerscheinentzug oder Fahrverbot: Wann droht was?

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Gibt es einen Unterschied zwischen Fahrverbot und Führerscheinentzug?

Führerscheinentzug oder Fahrverbot? Für eine Straftat droht ersteres.
Führerscheinentzug oder Fahrverbot? Für eine Straftat droht ersteres.

Fahren Sie beispielsweise mit dem Auto innerorts mindestens 31 km/h zu schnell, drohen neben dem Bußgeld auch Punkte und ein Fahrverbot.

Den Führerschein müssen Sie dann für die Dauer des Fahrverbots bei der zuständigen Behörde abgeben.

Umgangssprachlich wird in diesem Zusammen­hang auch vom Führerscheinentzug gesprochen.

Doch gibt es zwischen dem Fahrverbot und dem Führerscheinentzug einen Unterschied, der unbedingt zu beachten ist? Wir erklären dies in folgendem Ratgeber.

Fahrverbot oder Führerscheinentzug: Letzteres ist weitreichender

Ein Führerscheinentzug und ein Fahrverbot sind nicht gleichzusetzen. Letzteres wird von der Behörde zeitlich begrenzt verhängt. Es kann maximal drei Monate andauern. Den Führerschein entzieht Ihnen die Bußgeldstelle in dieser Zeit, diesen erhalten Sie aber nach Ablauf des Fahrverbots umgehend wieder, ohne weitere Auflagen erfüllen zu müssen.

Wo liegt der Unterschied zwischen dem Führerscheinentzug und dem Fahrverbot? Das Gesetz spricht nicht von einem Führerscheinentzug, sondern von der Entziehung der Fahrerlaubnis (§ 3 Straßenverkehrsgesetz). Eine solche droht üblicherweise, wenn Sie eine Straftat im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr begangen haben. Im Gegensatz zum Fahrverbot einzieht Ihnen der Richter oder die Behörde die Fahrerlaubnis dauerhaft und verhängt eine Sperrfrist.

Fahrverbot und Führerscheinentzug: Der Unterschied liegt in den Konsequenzen.
Fahrverbot und Führerscheinentzug: Der Unterschied liegt in den Konsequenzen.

Auch wenn Sie auf dem Flensburger Punktekonto acht Punkte haben oder Sie ein Arzt für das Führen eines Kfz als ungeeignet einstuft (z. B. wegen einer Krankheit), kann Ihnen die Fahrerlaubnis dauerhaft entzogen werden.

Die Sperrfrist beträgt mindestens sechs Monate. Nach Ablauf dieser Frist erhalten Sie beim Führerscheinentzug, anders als beim Fahrverbot, den Führerschein nicht wieder.

Sie müssen die Fahrerlaubnis neu beantragen und unter Umständen auch eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) absolvieren.

Fahren Sie während des Fahrverbots oder des Führerscheinentzugs Auto, ist dies eine Straftat.

Können das Fahrverbot und der Führerscheinentzug gleichzeitig drohen?

Begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit, für die Sie ein Fahrverbot erhalten und eine Straftat gleichzeitig oder in einem kurzen zeitlichen Abstand, können Sie einen Führerscheinentzug und ein Fahrverbot gleichzeitig erhalten. Allerdings leisten Sie dann das Fahrverbot durch den Entzug der Fahrerlaubnis bereits ab.

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