Fahrverbot antreten: Was müssen Sie beachten?

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Ist der Zeitraum für das Fahrverbot frei wählbar?

Fahrverbot antreten: In diesen Monaten gilt die Fahrerlaubnis als entzogen. Der Führerschein ist bei der Behörde abzugeben.
Fahrverbot antreten: In diesen Monaten gilt die Fahrerlaubnis als entzogen. Der Führerschein ist bei der Behörde abzugeben.

Laut Bußgeldkatalog ist bei einigen Ordnungswidrigkeiten nicht nur mit einem Bußgeld und Punkten zu rechnen, sondern auch mit einem Fahrverbot. Das Fahren eines Kfz ist in dieser Zeit dann nicht gestattet. Erwischt Sie die Polizei beispielsweise mit Alkohol oder Drogen am Steuer, muss Sie den Führerschein für einen bis drei Monate abgeben.

Wird ein Fahrverbot verhängt, erfährt der Betroffene dies spätestens durch den Bußgeldbescheid. Dann stellt sich die Frage, wann muss der Betroffene das Fahrverbot antreten? Entscheidend ist hier der § 25a des Straßenverkehrsgesetzes.

Aus diesem Paragraphen geht hervor, dass Ersttäter, also jene Betroffene, die in den letzten zwei Jahren kein Fahrverbot ableisten mussten, ab dem Zeitpunkt der Rechtskraft vier Monate Zeit haben, um das Fahrverbot anzutreten. Wiederholungstätern kommt dieses Recht allerdings nicht zu.

Ersttätern wird eine großzügige Frist in puncto Fahrverbot antreten eingeräumt. Ist der Bußgeldbescheid rechtskräftig, hat der Betroffene vier Monate Zeit, den Führerschein bei der Behörde abzugeben.

Wann das Fahrverbot antreten? Ein Beispiel

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Fahrverbot verhängt - Wann antreten? Spätestens nach vier Monaten müssen Sie den Führerschein abgeben.
Fahrverbot verhängt – Wann antreten? Spätestens nach vier Monaten müssen Sie den Führerschein abgeben.

Um die viermonatige Frist genauer zu erklären, bedienen wir uns eines Beispiels:

  • Am 15. März 2016 wurden Sie geblitzt. Ihnen droht ein Fahrverbot von einem Monat.
  • Am 25. März 2016 erhalten Sie den Bußgeldbescheid, in diesem erfahren Sie schlussendlich von dem Fahrverbot.
  • Sie haben dann zwei Wochen Zeit, Einspruch einzulegen. Diese Frist läuft demnach am 8. April 2016 ab. An diesem Tag erhält der Bußgeldbescheid nun seine Rechtskraft.
  • Nun haben Sie vier Monate Zeit. Spätestens am 7. August müssen Sie also ihr Fahrverbot antreten.
  • Da Sie im Sommer im Urlaub sind, entscheiden Sie sich dazu, den Führerschein am 9. Juni abzugeben. Sie erhalten diesen dann einen Monat später zurück.

Den Führerschein können Sie per Post versenden. Alternativ können Sie ihn auch persönlich bei der Behörde abgeben. An diesem Tag beginnt dann das Fahrverbot für den entsprechenden Zeitraum. Die Fahrerlaubnis gilt in dieser Zeit als ausgesetzt.

Fahrverbot durch einen Einspruch abwenden?

Bemerken Sie einen Fehler in Ihrem Bußgeldbescheid oder vermuten einen Messfehler, so können Sie binnen zwei Wochen nach Erhalt des Bußgeldbescheides Einspruch einreichen. Haben Sie damit Erfolg, müssen Sie das Fahrverbot nicht antreten.

Auf diese Weise kann auch versucht werden, die Rechtskraft des Bescheides nach hinten zu verzögern. Allerdings ist dies nicht unbedingt ratsam: Liegt kein Fehler vor, ist dies relativ schnell geklärt und damit nicht viel Zeit gewonnen. Das Fahrverbot ist dann anzutreten. Ein Anwalt kann Sie in Sachen Einspruch beim Bußgeldbescheid beraten.

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