Fahrradbeleuchtung: Wann ist ein Rad straßenverkehrstauglich?

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Eine ordnungsgemäße Fahrradbeleuchtung ist bei Dämmerung und Dunkelheit besonders wichtig.
Eine ordnungsgemäße Fahrradbeleuchtung ist bei Dämmerung und Dunkelheit besonders wichtig.

Nicht nur in der kalten und dunklen Jahreszeit ist sie besonders wichtig: die Fahrradbeleuchtung. Auch wer sich im Sommer bei Dunkelheit aufs Rad schwingt, muss darauf achten, dass sich am Fahrrad ein Licht befindet. Nur so kann gewährleistet werden, dass andere Verkehrsteilnehmer den Radler rechtzeitig sehen.

Jeder Fahrradfahrer steht in der Pflicht, regelmäßig sein Fahrradlicht zu überprüfen. Eine korrekte Beleuchtung am Fahrrad sorgt dafür, dass die Sicherheit im Straßenverkehr gewahrt wird. Denn ein fehlendes Licht am Rad kann schnell dafür sorgen, dass ein gefährlicher Zusammenstoß mit einem Fahrzeug entsteht.

Aber womit muss das Fahrrad ausgestattet werden, damit es verkehrstauglich ist und im Straßenverkehrs von anderen Fahrern gesehen wird? Was sagt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) zur Fahrradbeleuchtung? Ist ein Dynamo beim Fahrrad Pflicht? Drohen bei falscher Beleuchtung Sanktionen? Mehr dazu erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Bußgeldrechner: Fahrradbeleuchtung

Bußgeldkatalog: Fahrradbeleuchtung

VerstoßBußgeld
Ohne Licht gefahren20 €
Defekte Fahrradbeleuchtung20 €
... und eine Gefährdung verursacht.25 €
... und einen Unfall verursacht.35 €

FAQ – Fahrradbeleuchtung

Was gilt es bei der Fahrradbeleuchtung zu beachten?

Welche Beleuchtungselemente für die Teilnahme am Straßenverkehr vorgeschrieben sind, erfahren Sie hier.

Sind batteriebetriebene Leuchten am Fahrrad erlaubt?

Die StVZO erlaubt beim Scheinwerfer und der Schlussleuchte auch ansteckbare Modelle, durch Akkus bzw. Batterien mit Strom versorgt werden. Diese müssen aber für den Verkehr zugelassen sein.

Welche Sanktionen drohen für eine fehlerhafte Beleuchtung?

Die Antwort können Sie dieser Bußgeldtabelle entnehmen.

Fahrradbeleuchtung: Was sagt die StVZO?

In § 67 StVZO sind verschiedene Vorschriften für die lichttechnischen Einrichtungen an Fahrrädern vorgesehen. Jedes Rad, welches im Straßenverkehr geführt wird, muss über eine ordnungsgemäße Fahrradbeleuchtung verfügen, sonst drohen Sanktionen für das Fahrrad laut Bußgeldkatalog.

Die Vorschriften lauten folgendermaßen:

Fahrradbeleuchtung: Nicht die StVO sondern die StVZO regelt, was erlaubt ist und was nicht.
Fahrradbeleuchtung: Nicht die StVO sondern die StVZO regelt, was erlaubt ist und was nicht.
  • Das Verkehrsrecht sieht vor, dass jedes Fahrrad über eine Schlussleuchte und einen Scheinwerfer verfügt. Diese können zum Beispiel mithilfe einer Lichtmaschine (Dynamo) mit Strom versorgt werden.
  • Neben der Fahrradbeleuchtung ist vorgesehen, dass nur entsprechende Rückstrahler und Leuchtstoffe verwendet werden dürfen, die auch für den öffentlichen Straßenverkehr zulässig sind.
  • Die Fahrradlichter und Rückstrahler dürfen weder dreckig noch verdeckt sein.
  • Der nach vorn gerichtete Scheinwerfer muss weißes Licht abstrahlen. Der Lichtkegel sollte so ausgerichtet sein, dass das Licht in fünf Metern Entfernung die Straße beleuchtet.
  • Auf der Rückseite muss das Rad sowohl mit einer roten Schlussleuchte als auch mit einem roten Rückstrahler ausgestattet sein. Zudem sollte ein Großflächen-Rückstrahler mit der Kennzeichnung “Z” vorhanden sein.
  • An den Pedalen müssen sowohl nach vorn als auch nach hinten gelbe Rückstrahler angebracht sein.
  • Die Speichen müssen mit um 180 Grad versetzten Rückstrahlern ausgestattet werden. Ringförmige weiße Streifen, die reflektieren, sind ebenfalls erlaubt.
  • Für die Fahrradbeleuchtung dürfen nur zugelassene Lampen verwendet werden.
Die Fahrradbeleuchtung ist laut StVZO also strikt geregelt. Zusätzliche gelbe Reflektoren an den Seiten sind erlaubt. Zudem ist es gestattet, wenn Sie beim Fahrrad als Rücklicht zusätzlich ein batteriebetriebenes Standlicht anbringen, welches sich separat einschalten lässt.

Ist es erlaubt mit einer aufsteckbaren Fahrrad-LED-Beleuchtung zu fahren?

Grundsätzlich ist es seit der Änderung der Vorschriften im Jahr 2013 möglich, eine ansteckbare Fahrradlampe im Straßenverkehr zu nutzen. Wichtig ist allerdings, dass die Fahrradbeleuchtung für den Einsatz im Straßenverkehr zugelassen ist. Erkennbar ist dies an einem entsprechenden Prüfzeichen.

Welche Vorschriften für die Fahrradbeleuchtung gelten bei Rennrädern?

Für Rennräder gelten in der Regel keine abweichenden Vorschriften. Als Rennrad wird ein Fahrrad bezeichnet, welches nicht mehr als 11 kg wiegt. Diese Bikes sind üblicherweise nicht mit einer Lichtmaschine ausgestattet, weshalb für die Teilnahme am Straßenverkehr ein batteriebetriebenes Vorder- und Rücklicht notwendig ist .

Die Fahrradbeleuchtung muss nicht fest am Rad angebracht sein. Wichtig ist allerdings, dass die Beleuchtung mitgeführt und bei entsprechenden Verhältnissen (Dunkelheit, Nebel, Regen) angebracht und vorschriftsmäßig genutzt wird.

Nehmen Sie mit einem Rennrad an einem Rennen teil, sind Sie von den Vorschriften für die Fahrradbeleuchtung laut StVZO befreit.

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