Fahrrad: Welche Geschwindigkeit darf auf dem Rad gefahren werden?

Von zu-schnell-gefahren.de, letzte Aktualisierung am: 23. November 2020

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Die Fahrrad-Geschwindigkeit sollte vor allem in einer 30er Zone angepasst werden.
Die Fahrrad-Geschwindigkeit sollte vor allem in einer 30er Zone angepasst werden.

Durchschnittlich kann im Straßenverkehr mit dem Fahrrad eine Geschwindigkeit von 10 bis 20 km/h erreicht werden. Dies gilt allerdings nur für Radler, die ungeübt sind. Bei der Tour de France werden regelmäßig Geschwindigkeiten von rund 40 bis 50 km/h erreicht. Bei Abfahrten können die Profiradler sogar 100 km/h schnell fahren.

Je nach Modell können Sie also eine unterschiedliche Geschwindigkeit mit dem Fahrrad an den Tag legen. Besitzen Sie beispielsweise ein Pedelec, also ein Rad mit limitierter Tretunterstützung, können Sie etwa 25 km/h schnell werden.

Aber mit welcher Geschwindigkeit dürfen Radfahrer durch die Stadt heizen? Gibt es da eine Begrenzung wie beim Auto oder Motorrad? Können Sie eine Geschwindigkeitsüberschreitung mit dem Fahrrad begehen? Welche Sanktionen drohen laut Bußgeldkatalog, wenn Sie mit dem Rad in einer Fußgängerzone zu schnell unterwegs sind? Mehr dazu lesen Sie in diesem Ratgeber.

Bußgeldkatalog: Fahrrad-Geschwindigkeit

VerstoßBußgeldPunkte
Fußgänger aufgrund einer zu hohen Fahrrad-Geschwindigkeit gefährdet30 €1
Fußgänger aufgrund einer zu hohen Fahrrad-Geschwindigkeit in einem Bereich gefährdet, in welchem Fahrzeugverkehr untersagt war35 €1

FAQ – Vorgaben zur Geschwindigkeit auf dem Fahrrad

Existiert eine Höchstgeschwindigkeit fürs Fahrrad?

In StVO oder anderen Gesetzestexten finden sich keine Vorschriften für eine Fahrrad-Höchstgeschwindigkeit. Nutzen Fußgänger und Radfahrer gemeinsam den Gehweg, muss allerdings Rücksicht genommen werden.

Wann müssen Radfahrer bei einem Tempoverstoß mit Sanktionen rechnen?

Die Antwort darauf können Sie dieser Bußgeldtabelle entnehmen.

Zeichnen Blitzer zu schnelle Fahrradfahrer auf?

Sind Sie mit dem Fahrrad in der 30er-Zone besonders schnell unterwegs, können Sie dadurch ggf. einen Blitzer auslösen. Eine Identifizierung ist mithilfe des Blitzerfotos allerdings nicht möglich.

Gibt es eine Geschwindigkeitsbegrenzung für das Fahrrad?

Da die durchschnittliche Geschwindigkeit eines Fahrradfahrers nur etwa 10 bis 20 km/h beträgt, gibt es für das Fahrrad grundsätzlich keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Radler sollten mit ihrem Fahrrad die Geschwindigkeit allerdings trotzdem im Blick behalten.

Sowohl auf Fußgänger als auch auf den fließenden Verkehr sollte stets geachtet werden. Eine überhöhte Geschwindigkeit kann dafür sorgen, dass der Fahrradfahrer in einer Gefahrensituation nicht rechtzeitig zum Stehen kommt. Entsprechend der Witterung sollte das Tempo angepasst werden.

Übrigens: Besonders, wenn Sie mit einem Rennrad unterwegs sind, sollten Sie darauf achten, dass Sie die Geschwindigkeiten in einem verkehrsberuhigten Bereich bzw. in der 30er Zone einhalten. Denn gerade mit diesen leichten Rädern ist es kein Problem, ein hohes Tempo an den Tag zu legen.

Geschwindigkeitsüberschreitung: Mit dem Fahrrad auf dem Gehweg zu schnell

Eine Fahrrad-Höchstgeschwindigkeit gibt es in Deutschland nicht. Es gilt eine angepasste Fahrweise.
Eine Fahrrad-Höchstgeschwindigkeit gibt es in Deutschland nicht. Es gilt eine angepasste Fahrweise.

Sind Sie auf einem Gehweg mit dem Verkehrszusatzschild “Radfahrer frei” unterwegs, sollten Sie mit dem Fahrrad auf die Geschwindigkeit achten.

Denn obwohl hier das Fahrradfahren erlaubt ist, haben Fußgänger Vorrang.

Auf dem Gehweg gilt mit dem Fahrrad eine Höchstgeschwindigkeit von circa 7 bis 15 km/h. Dies ermöglicht es Ihnen als Fahrer, schnell genug bremsen zu können, wenn sich eine Gefahrensituation ergibt.

Durch diese Durchschnittsgeschwindigkeit kann auch eine Behinderung der Fußgänger weitestgehend verhindert werden.

Welche Sanktionen drohen, wenn der Fahrradfahrer die Geschwindigkeit nicht einhält?

Sind Sie beispielsweise auf einem Gehweg zu schnell unterwegs und halten sich mit Ihrem Fahrrad nicht an die Geschwindigkeit sowie die Regeln der StVO für Radfahrer, können Sanktionen auf Sie zukommen. Wer hier schneller als Schritttempo fährt, riskiert ein Verwarngeld von 15 Euro. Auch wenn Sie Ihr Tempo nicht an die Fußgänger anpassen droht ein Bußgeld von 15 Euro.

Mit dem Fahrrad geblitzt: Geht das überhaupt?

Fahrradfahrer müssen sich zwar nicht an eine konkrete Geschwindigkeitsbegrenzung halten, allerdings gilt, dass sie sich den Gegebenheiten des Verkehrs anpassen müssen. Verkehrsregeln, wie das Fahren in entsprechender Fahrtrichtung, sollten eingehalten werden. Andernfalls drohen Sanktionen.

Sie können durchaus auch mit dem Fahrrad und einer Geschwindigkeit, die zu hoch ist, geblitzt werden. Grundsätzlich ist das Blitzerfoto aber unwirksam, da das Rad nicht über ein amtliches Kennzeichen verfügt. Es gibt allerdings in jeder Stadt polizeiliche Kontrollen, bei denen Sie von den Beamten angehalten und zur Kasse gebeten werden können.
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Fahrrad: Welche Geschwindigkeit darf auf dem Rad gefahren werden?
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7 Gedanken zu „Fahrrad: Welche Geschwindigkeit darf auf dem Rad gefahren werden?

  1. Garten

    Ein Fahrradfahrer fährt in der 30 er Zone zu schnell. 2 Stoppschilder stehen je re und li. Ich komme von einem Fahrradweg von seiner re Seite. Er kommt zu Fall ohne dass ich schuldig bin. Trotzdem verlangt sein Rechtsanwalt immer neue Geldsummen, die nicht gerade gering sind. Da ich ihn als ersthelfer versorgt habe zerrt er mich nun vor Gericht .

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  2. Karsten

    Ich denke es wird höchste Zeit das alle Fahrradfahrer Kennzeichen,Versicherung und Steuerpflichtig werden sie befinden sich in einen Rechtsfreienraum und benehmen sich auch so
    Wer Angst hat für seine Taten belangt zu werden benimmt sich auch vernünftig
    Oder das Fahrradfahren verbieten und unter Strafe stellen

    Antworten
    1. Michael

      Dank solcher Verkehrsteilnehmer macht es echt keinen Spaß mehr sich mit Auto oder Motorrad oder Fahrrad oder als Fußgänger hier zu bewegen. Nicht alle der genannten Teilnehmer sind unvernünftig. Der Großteil weiß sich zu benehmen. Deinem Kommentar entnehme ich wozu du gehörst. Schade

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    2. Dominik

      Wie sollen Kinder bzw. Jugendliche, die eine gültige Fahrerlaubnis haben, Steuern zahlen, wenn sie nicht einmal etwas verdienen? Und für was soll man überhaupt bei einem Fahrrad Steuern zahlen, wenn sie keine Schadstoffe produzieren und die Straße nicht beschädigen? Übrigens halten sich die meisten Fahrradfahrer an die Straßenregeln.

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    3. Niels

      Können solch unnütze Kommentare nicht von den Verantwortlichen dieser Seite entfernt werden? Dieser Kommentar verfolgt nur das Ziel Hetze zu betreiben.

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  3. Dominic

    Ich hatte jetzt schon mehrere Unfälle mit meinen Fahrräder und das letzte Ereignis ist, das ein großer Transporter mit Anhänger einen ganzen Radweg blockiert hat und dieser auch noch hinter einer nicht einsehbaren Kurve war, seitdem nutze ich eine helmkamera weil der Halter sich sofort aus dem Staub gemacht hat während ich für etwa 2 Stunden nach dem Aufprall bewusstlos am Boden war und ins Krankenhaus musste.

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