Aktueller Bußgeldkatalog: Fahrrad 2020

Von zu-schnell-gefahren.de, letzte Aktualisierung am: 25. August 2020

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Mit dem Fahrrad müssen bestimmte Vorschriften im Straßenverkehr beachtet werden.
Mit dem Fahrrad müssen bestimmte Vorschriften im Straßenverkehr beachtet werden.

Wenn Sie sich nicht an die Straßenverkehrsordnung halten, droht Ihnen als Autofahrer schnell ein Bußgeld. Auch Punkte in Flensburg und ein eventuelles Fahrverbot können laut Bußgeldkatalog die Folge sein. Aber wie sieht das aus, wenn Sie mit dem Fahrrad unterwegs sind? Können Sie ebenfalls sanktioniert werden?

Der aktuelle Bußgeldkatalog fürs Fahrrad umfasst Sanktionen, die auch Radfahrern drohen können. Meistens droht nur ein Verwarngeld von bis zu 55 Euro. Bei besonders schweren Ordnungswidrigkeiten kann aber auch ein Bußgeld ab 60 Euro sowie Punkte in Flensburg und gar eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) drohen.

Aber worauf müssen Sie als Radfahrer laut Straßenverkehrsordnung (StVO) achten? Muss ein vorhandener Radweg immer benutzt werden oder darf ein Radler auch die Straße befahren? Welche Vergehen werden sanktioniert? Mehr zum Fahrrad-Bußgeldkatalog erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Fahrrad-Bußgeldrechner

Bußgeldkatalog für Radfahrer

VerstoßBußgeldPunkte
Vorhandener Radweg wurde nicht benutzt 15 €
... mit Behinderung20 €
... mit Sachbeschädigung35 €
Radweg in falscher Fahrtrichtung benutzt20 €
... mit Sachbeschädigung35 €
... mit Behinderung25 €
... mit Gefährdung30 €
Einbahnstraße in falscher Richtung befahren20 €
... mit Behinderung25 €
... mit Gefährdung30 €
... mit Sachbeschädigung35 €
Radweg verbotswidrig oder Fußgängerzone bzw. Gehweg, welcher nicht für den Radverkehr freigegeben ist, befahren55 €
... mit Behinderung70 €
... mit Gefährdung80 €
... mit Sachbeschädigung100 €
Fußgängerzone oder Gehweg mit mehr als Schrittgeschwindigkeit befahren15 €
Nicht angepasste Geschwindigkeit auf dem Geh- oder Radweg15 €
Gesperrten Bereich befahren15 €
... mit Behinderung20 €
... mit Gefährdung25 €
... mit Sachbeschädigung30 €
Trotz vorhandener Schutzstreifenmarkierung nicht rechts gefahren15 €
... mit Behinderung20 €
... mit Gefährdung25 €
... mit Sachbeschädigung30 €
Falsches direktes oder indirektes Linksabbiegen15 €
... mit Behinderung20 €
... mit Gefährdung25 €
... mit Sachbeschädigung30 €
Nebeneinanderfahren mit Behinderung anderer20 €
... mit Gefährdung25 €
... mit Sachbeschädigung30 €
Freihändig gefahren5 €
Kind ohne Sicherheitsvorrichtungen befördert5 €
Kind von über sieben Jahren auf einem einsitzigen Fahrrad oder im Anhänger befördert5 €
Fahrradbeleuchtung nicht vorhanden oder nicht betriebsbereit20 €
... mit Gefährdung25 €
... mit Sachbeschädigung35 €
Fahrradbeleuchtung bei Dunkelheit nicht benutzt oder stark verschmutzt20 €
... mit Gefährdung25 €
... mit Sachbeschädigung35 €
Bremsen oder Klingel entsprechen nicht der Vorschrift bzw. sind nicht vorhanden15 €
Verkehrssicherheit ist durch das nicht vorschriftsmäßige Fahrrad beeinträchtigt80 €1
Haltegebot eines Polizeibeamten missachtet35 €
Mobiltelefon ohne Freisprecheinrichtung benutzt25 €
Rotlicht an einer Ampelanlage missachtet60 €1
... mit Sachbeschädigung120 €1
Rotlicht an einer Ampel missachtet, welches länger als eine Sekunde rot zeigte100 €1
... mit Gefährdung160 €1
... mit Sachbeschädigung180 €1
Überquerung eines Bahnübergangs trotz geschlossener Schranke350 €2
Fußgängern das Überqueren am Fußgängerüberweg nicht ermöglicht40 €
Gefährdung von Fußgängern in einer Fußgängerzone, die für Radfahrer freigegeben ist20 €
Kopfhörer oder Ähnliches verwendet, wodurch das Gehör beim Fahren beeinträchtigt war10 €

FAQ – Bußgeldkatalog fürs Fahrrad

Wo darf ich mit dem Fahrrad fahren?

Ist ein Radweg vorhanden, muss dieser laut Verkehrsrecht in der vorgegebenen Fahrtrichtung genutzt werden. Fehlt ein solcher, ist in der Regel die Straße zu nutzen.

Mit welchen Sanktionen müssen Radfahrer bei Verkehrsverstößen rechnen?

Einen Auszug aus dem Bußgeldkatalog liefert diese Tabelle.

Können auch Fahrradfahrer Punkte erhalten?

Bei schwerwiegenden Verkehrsverstößen sieht der Gesetzgeber auch für Radfahrer Punkte in Flensburg vor. Ein Führerschein ist für den Erhalt grundsätzlich keine Voraussetzung-

Straßenverkehrsordnung: Mit dem Fahrrad an Vorschriften halten

Im Straßenverkehr sind auch Verkehrszeichen für das Fahrrad angebracht. Diese zeigen den Radlern an, wo das Fahren mit dem Bike erlaubt ist. Viele wissen allerdings nicht, dass es auch Regelungen bezüglich der Geschwindigkeit und der Benutzung der Gehwege und Straßen gibt, die beim Nichteinhalten laut Bußgeldkatalog fürs Fahrrad sanktioniert werden können.

Beispielsweise ist es nicht gestattet, dass Sie mit dem Fahrrad auf der Straße fahren, wenn ein amtlich ausgewiesener Radweg vorhanden und dieser zur Nutzung auch geeignet. Mit Sie müssen auf dem Fahrrad mit keiner Strafe rechnen, ein Bußgeld droht aber dennoch, wenn Sie den Radweg in die falsche Richtung benutzen. Laut Bußgeldkatalog fürs Fahrrad wird in diesem Fall dann eine Sanktion von 20 bis 35 Euro fällig.

In Deutschland herrscht Rechtsverkehr, an welchen sich auch Radler halten müssen. Ansonsten ist ein Bußgelder auf dem Fahrrad schneller zu zahlen, als manch einer denkt. Viele Städte, beispielsweise Berlin, setzen mittlerweile auf eine Fahrradstaffel der Polizei, um den Verstößen der Fahrradfahrer Herr zu werden.

Wann drohen dem Fahrer Punkte und ein Bußgeld mit dem Fahrrad?

Die Straßenverkehsordnung gilt beim Fahrrad ebenso wie beim Auto.
Die Straßenverkehsordnung gilt beim Fahrrad ebenso wie beim Auto.

Der Tatbestandskatalog bzw. der Bußgeldkatalog fürs Fahrrad hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird üblicher angepasst, wenn es gesetzliche Änderungen gibt. Verkehrsverstöße, die bei Pkw-Fahrern geahndet werden, können ebenso auf Radler bezogen sein. Auf dem Fahrrad fällt das Bußgeld allerdings in der Regel etwas niedriger aus, dennoch sollten Sie die Sanktionen als Verkehrsteilnehmer ernst nehmen.

Ein Bußgeldbescheid droht einem Radfahrer beispielsweise auch dann, wenn dieser eine rote Ampel missachtet hat. So sind in diesem Fall Bußgelder bis zu 120 Euro möglich, wenn durch die Missachtung ein Unfall verursacht wurde. Darüber hinaus können Radfahrer hier zusätzlich Punkte in Flensburg erwarten. Ein Punkt wird gemäß Bußgeldkatalog fürs Fahrrad eingetragen, wenn die Ampel länger als eine Sekunde rot zeigte.

Alkohol am Steuer – Eine Straftat auch auf dem Fahrrad

Wenn Sie mit mehr als 1,6 Promille im Blut Rad fahren, begehen Sie eine Straftat. Auch ein geringerer Promillewert in Verbindung mit Ausfallerscheinungen kann zu einer Anklage führen. Es liegt im Ermessen des Gerichts zu entscheiden, ob Sie dann auch an einer MPU teilnehmen müssen. Gegebenenfalls kann sogar die Fahrerlaubnis, sofern vorhanden, entzogen oder ein Radfahrverbot angeordnet werden.

Bei Straftaten greift der Bußgeldkatalog fürs Fahrrad nicht. Vor Gericht wird dann jeder Einzelfall individuell entschieden. Dabei werden unterschiedliche Gesichtspunkte in Betracht gezogen. Die Strafen gehen dabei weit über ein Bußgeld hinaus.
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