Aktueller Bußgeldkatalog: Fahrrad 2017

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Mit dem Fahrrad müssen bestimmte Vorschriften im Straßenverkehr beachtet werden.

Mit dem Fahrrad müssen bestimmte Vorschriften im Straßenverkehr beachtet werden.

Wenn Sie sich nicht an die Straßenverkehrsordnung halten, droht Ihnen als Autofahrer schnell ein Bußgeld. Auch Punkte in Flensburg und ein eventuelles Fahrverbot können laut Bußgeldkatalog die Folge sein. Aber wie sieht das aus, wenn Sie mit dem Fahrrad unterwegs sind? Können Sie ebenfalls sanktioniert werden?

Der aktuelle Bußgeldkatalog fürs Fahrrad umfasst Sanktionen, die auch Radfahrern drohen können. Meistens droht nur ein Verwarngeld von bis zu 55 Euro. Bei besonders schweren Ordnungswidrigkeiten kann aber auch ein Bußgeld ab 60 Euro sowie Punkte in Flensburg und gar eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) drohen.

Aber worauf müssen Sie als Radfahrer laut Straßenverkehrsordnung (StVO) achten? Muss ein vorhandener Radweg immer benutzt werden oder darf ein Radler auch die Straße befahren? Welche Vergehen werden sanktioniert? Mehr zum Fahrrad-Bußgeldkatalog erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Fahrrad-Bußgeldrechner

Bußgeldkatalog für Radfahrer

VerstoßBußgeldmit Behinderungmit Gefährdungmit SachbeschädigungPunkte
Vorhandener Radweg wurde nicht benutzt20 €25 €30 €35 €
Radweg in falscher Fahrtrichtung benutzt20 €25 €30 €35 €
Einbahnstraße in falscher Richtung befahren20 €25 €30 €35 €
Fußgängerzone oder Gehweg, welcher nicht für den Radverkehr freigegeben ist, befahren15 €20 €25 €30 €
Fußgängerzone oder Gehweg mit mehr als Schrittgeschwindigkeit befahren15 €
Nicht angepasste Geschwindigkeit auf dem Geh- oder Radweg15 €
Gesperrten Bereich befahren15 €20 €25 €30 €
Trotz vorhandener Schutzstreifenmarkierung nicht rechts gefahren15 €20 €25 €30 €
Falsches direktes oder indirektes Linksabbiegen15 €20 €25 €30 €
Nebeneinanderfahren mit Behinderung anderer20 €25 €30 €
Freihändig gefahren5 €
Kind ohne Sicherheitsvorrichtungen befördert5 €
Kind von über sieben Jahren auf einem einsitzigen Fahrrad oder im Anhänger befördert5 €
Fahrradbeleuchtung nicht vorhanden oder nicht betriebsbereit20 €25 €35 €
Fahrradbeleuchtung bei Dunkelheit nicht benutzt oder stark verschmutzt20 €25 €35 €
Bremsen oder Klingel entsprechen nicht der Vorschrift bzw. sind nicht vorhanden15 €
Verkehrssicherheit ist durch das nicht vorschriftsmäßige Fahrrad beeinträchtigt80 €1
Haltegebot eines Polizeibeamten missachtet35 €
Mobiltelefon ohne Freisprecheinrichtung benutzt25 €
Rotlicht an einer Ampelanlage missachtet60 €100 €120 €1
Rotlicht an einer Ampel missachtet, welches länger als eine Sekunde rot zeigte100 €160 €180 €1
Überquerung eines Bahnübergangs trotz geschlossener Schranke350 €2
Fußgängern das Überqueren am Fußgängerüberweg nicht ermöglicht40 €
Gefährdung von Fußgängern in einer Fußgängerzone, die für Radfahrer freigegeben ist20 €
Kopfhörer oder Ähnliches verwendet, wodurch das Gehör beim Fahren beeinträchtigt war10 €

Straßenverkehrsordnung: Mit dem Fahrrad an Vorschriften halten

Im Straßenverkehr sind auch Verkehrszeichen für das Fahrrad angebracht. Diese zeigen den Radlern an, wo das Fahren mit dem Bike erlaubt ist. Viele wissen allerdings nicht, dass es auch Regelungen bezüglich der Geschwindigkeit und der Benutzung der Gehwege und Straßen gibt, die beim Nichteinhalten laut Bußgeldkatalog fürs Fahrrad sanktioniert werden können.

Beispielsweise ist es nicht gestattet, dass Sie mit dem Fahrrad auf der Straße fahren, wenn ein Radweg vorhanden ist. Zudem droht unterwegs mit einem Fahrrad eine Strafe, wenn Sie den Radweg in die falsche Richtung benutzen. Laut Bußgeldkatalog fürs Fahrrad ist eine Sanktion von 20 bis 35 Euro fällig.

In Deutschland herrscht Rechtsverkehr, an welchen sich auch Radler halten müssen. Ansonsten können schnell Bußgelder fürs Fahrrad fällig werden. Viele Städte, beispielsweise Berlin, setzen mittlerweile auf eine Fahrradstaffel der Polizei, um den Verstößen der Fahrradfahrer Herr zu werden.

Wann drohen dem Fahrer Punkte und ein Bußgeld mit dem Fahrrad?

Die Straßenverkehrsordnung gilt beim Fahrrad ebenso wie beim Auto.

Die Straßenverkehrsordnung gilt beim Fahrrad ebenso wie beim Auto.

Der Tatbestandskatalog bzw. der Bußgeldkatalog fürs Fahrrad hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Verkehrsverstöße, die bei Pkw-Fahrern geahndet werden, können ebenso auf Radler bezogen werden. Für das Fahrrad beträgt das Bußgeld allerdings nur die Hälfte der im Bußgeldkatalog genannten Sanktion.

Ein Bußgeldbescheid droht einem Radfahrer beispielsweise, wenn dieser eine rote Ampel missachtet hat. Es können bis zu 120 Euro fällig werden, wenn dabei ein Unfall verursacht wurde. Der Fahrer kann mit seinem Fahrrad zusätzlich Punkte in Flensburg erwarten. Ein Punkt droht ihm laut Bußgeldkatalog fürs Fahrrad, wenn die Ampel länger als eine Sekunde rot zeigte.

Alkohol am Steuer – Eine Straftat auch auf dem Fahrrad

Wenn Sie mit mehr als 1,6 Promille im Blut Rad fahren, begehen Sie eine Straftat. Auch ein geringerer Promillewert in Verbindung mit Ausfallerscheinungen kann zu einer Anklage führen. Das Gericht kann dabei entscheiden, dass Sie an einer MPU teilnehmen müssen. Gegebenenfalls kann sogar die Fahrerlaubnis, sofern vorhanden, entzogen werden oder ein Radfahrverbot angeordnet werden.

Bei Straftaten greift der Bußgeldkatalog fürs Fahrrad nicht. Individuell wird vor Gericht jeder Einzelfall entschieden. Dabei werden unterschiedliche Gesichtspunkte in Betracht gezogen. Die Strafen gehen dabei weit über ein Bußgeld hinaus.
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