Auffahrunfall: Wer hat Schuld und was ist zu tun?

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Wie sich die Schuldfrage bei einem Auffahrunfall klären lässt, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Wie sich die Schuldfrage bei einem Auffahrunfall klären lässt, lesen Sie in diesem Ratgeber.

Der Verkehr schleppt sich dahin und Sie tuckern nur langsam einige Zentimeter vorwärts bis Sie wieder zum Stehen kommen müssen. Stockender Verkehr ist besonders dann nervig, wenn ein wichtiger Termin ansteht oder Sie pünktlich auf der Arbeit sein müssen.

Bereits ein kurzer Blick auf die Uhr kann allerdings dafür sorgen, dass Sie mit Ihrem Auto gegen das Heck Ihres Vordermannes krachen. In den meisten Fällen entsteht dadurch nur ein kleiner Blechschaden am Auto. Nicht selten ist bei einem Auffahrunfall aber auch ein Personenschaden die Folge.

Aber was können Sie tun, wenn ein Auffahrunfall mit Personenschaden passiert ist? Müssen Sie die Polizei informieren? Trägt immer der hintere Fahrer die Schuld bei einem Auffahrunfall? Mehr dazu lesen Sie im folgenden Ratgeber.

Was sollten Sie tun bei einem Auffahrunfall?

Ist trotz aller Vorsicht ein Auffahrunfall geschehen, sollten Sie sich zunächst ruhig verhalten und Ihre Gedanken sammeln. Legen Sie sich eine Warnweste an und checken Sie, ob Sie gefahrlos aus Ihrem Fahrzeug aussteigen können, um den Unfallort abzusichern.

Anschließend sollten Sie überprüfen, ob es Verletzte gibt. Ist dies der Fall, müssen Sie Erste Hilfe leisten und den Rettungsdienst kontaktieren. Sobald verletzte Personen involviert sind, muss bei einem Auffahrunfall die Polizei gerufen werden.

Die Beamten nehmen anschließend den Schaden in einem Unfallprotokoll auf und machen Fotos vom Unfallgeschehen. Diese dienen der Versicherung zu Schadensregulierung. Die Versicherung kann so ermitteln, wie der Unfall entstanden ist und die Schuld einschätzen.

Schuldfrage bei einem Auffahrunfall: Wer kommt für den Schaden auf?

Es ist ein Irrglaube, dass immer der auffahrende Fahrzeugführer Schuld am Auffahrunfall hat. Grundsätzlich muss in Erfahrung gebracht werden, wie der Unfall geschehen konnte. Hierbei sind verschiedene Umstände unbedingt in Betracht zu ziehen.

Fahren Sie beispielsweise auf ein stehendes Fahrzeug auf, muss ermittelt werden, ob das stehende Auto freiwillig oder unfreiwillig zum Halt kam. Bei ersterem haftet in der Regel der Auffahrende, sofern das Kfz nicht in einer Kurve zum Stehen kam oder keine ausreichende Beleuchtung hatte. Denn dann handelt es sich meistens um eine Teilschuld.

Wie lassen sich Auffahrunfälle vermeiden?

Wie lassen sich Auffahrunfälle vermeiden?

Kommt das Fahrzeug unfreiwillig zum Halt, weil ein Defekt vorliegt, liegt meistens eine Teilhaftung des Auffahrenden vor. Allerdings haftet der Auffahrende zu 100 Prozent, wenn er einen Auffahrunfall verursacht, bei dem das vorausfahrende Kfz verkehrsbedingt und angemessen gebremst hat.

Aber auch wenn der Vordermann ohne Grund bremst, muss der Auffahrende in der Regel mit einer Haftung von bis zu 50 Prozent rechnen. Bremst der Vordermann allerdings ab, um einen drängelnden Hintermann zu disziplinieren, haftet der Bremser vollständig für den Auffahrunfall. Kommt es mit dem Auto zu einem Auffahrunfall, bei dem der Auffahrende ungebremst in ein vorausfahrendes Kfz fährt, müssen Sie von einer Haftung von 100 Prozent ausgehen. Ist das vordere Fahrzeug unzureichend beleuchtet oder fuhr sehr langsam, kann auch eine Mithaftung vorliegen.

So können Sie Auffahrunfälle vermeiden

Damit kein Auffahrunfall an einer Ampel oder im stockenden Verkehr passiert, sollten Sie unbedingt immer die vorausfahrenden Autos im Auge behalten. Eine angemessene Geschwindigkeit kann außerdem dafür sorgen, dass Sie im Notfall rechtzeitig zum Stehen kommen.

Wichtig ist auch, dass Sie einen ausreichenden Mindestabstand zum vorausfahrenden Kfz einhalten. Dabei gilt als Faustregel der halbe Tachostand als idealer Abstand. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h sollte daher ein Abstand von 50 km/h eingehalten werden. Generell sollten Sie sich im Straßenverkehr auf keinen Fall durch quengelnde Kinder auf dem Rücksitz oder ein klingelndes Handy in der Tasche ablenken lassen.
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