Tempo-30-Zone

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

Rund um die 30er-Zone

Die Tempo-30er-Zone wurde in Deutschland im Jahr 1983 erstmals eingeführt. Im Jahr 2011 schlugen die Grünen für ganz Berlin eine 30er-Zone vor. Dies wurde allerdings nicht umgesetzt. Der größte Gegner ist die Automobilindustrie. Auch der ADAC rät nur bei Bedarf zu 30er-Zonen.

Der Bußgeldrechner. Ermitteln Sie, was auf Sie zukommt.


Tempo-30er-Zonen werden nicht auf Kreis-, Landes- oder Bundesstraßen eingesetzt, sondern ausschließlich innerhalb geschlossener Ortschaften in Wohngebieten. Sie sind durch ein Schild bzw. Zeichen kenntlich gemacht, dass eine rot umrandete „30“ und den Schriftzug „Zone“ aufzeigt. Manchmal wird die Einhaltung der Geschwindigkeit durch einen Blitzer überprüft.
BeschreibungBußgeldPunkteFahrverbotLohnt ein Einspruch?
...bis 10 km/h15 Euro
...11 bis 15 km/h25 Euro
...16 bis 20 km/h35 Euro
...21 bis 25 km/h80 Euro1 Punkt
...26 bis 30 km/h100 Euro1 Punkt
...31 bis 40 km/h160 Euro2 Punkte1 MonatHier prüfen
...41 bis 50 km/h200 Euro2 Punkte1 MonatHier prüfen
...51 bis 60 km/h280 Euro2 Punkte2 MonateHier prüfen
...61 bis 70 km/h480 Euro2 Punkte3 MonateHier prüfen
...über 70 km/h680 Euro2 Punkte3 MonateHier prüfen

Wissenswertes zur Tempo-30-Zone

Wissenswertes zur Tempo-30-Zone

Die 30er-Zone hat jedoch einen großen Vorteil. Es wurde gemessen, dass Autofahrer nach der Etablierung der verkehrsberuhigten Zone 12 % weniger Kraftstoff verbrauchten und 14 % weniger bremsten. Im Umkehrschluss führt dies wahrscheinlich zu weniger Abgasen und Lärmbelästigung, wovon die Anwohner profitieren

Eilige Autofahrer können beruhigt sein, denn es geht beim Fahren von 30 km/h im Vergleich zu 50 km/h nicht sonderlich viel Zeit verloren. Bei einer Fahrt von 5 km gehen dem Autofahrer bei 30 km/h gegenüber 50 km/h nur zwei Minuten verloren. Es lohnt sich also nicht, einen Bußgeldbescheid und Punkte für eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der 30er-Zone zu riskieren.

Ein Grund, warum die 30er-Zone gern eingesetzt wird, ist die Reduzierung der Emissionen in dem jeweiligen Bereich. Ob tatsächlich mit weniger Abgasen durch eine derartige Verringerung der Geschwindigkeit zu rechnen ist, ist unklar.

Eine Studie des Instituts für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik zeigte keine wirklichen Unterschiede bezüglich der Abgase von Straßen mit Tempo 30 und Tempo 50.

Auch die Sicherheit der Fußgänger wird erhöht, denn:

  • Bei einem Unfall mit 30 km/h ist das Risiko der Verletzung oder Tötung des Fußgängers unter 50 %.
  • Der Bremsweg beträgt bei 30 km/h 13,3 Meter. Bei 50 km/h sind es mit 27,7 Metern deutlich mehr.

Nicht nur sicherheitstechnisch macht dieser Abschnitt der Straßenverkehrsordnung (StVO) Sinn, auch der Verkehrsfluss wird in Ortschaften laut einer Studie verbessert.

Bußgeldkatalog der 30er-Zone

Geschwindigkeitsüberschreitung in der 30er-Zone

In der 30er-Zone geblitzt

In der 30er-Zone geblitzt

In der 30er-Zone wird häufig geblitzt. Das Verkehrsrecht ist hier besonders streng, denn hier gilt die Bußgeldtabelle 2017 für Geschwindigkeitsüberschreitungen innerorts. Das Bußgeld für Vergehen in der 30er-Zone liegt in der Regel zwischen 15 und 680 Euro.

Mit über 50 km/h in der 30er-Zone liegt das Bußgeld beispielsweise bei 80 Euro und ein Punkt wird in Flensburg eingetragen. Wurde der Autofahrer in der Tempo-30-Zone mit über 60 km/h geblitzt, werden ein Monat Fahrverbot sowie zwei Punkte in Flensburg verordnet und ein Bußgeldbescheid mit 160 Euro Geldbuße verschickt.

Wurde der Betroffene mit mehr als 80 km/h in der Tempo-30-Zone geblitzt, verlängert sich das Fahrverbot auf zwei Monate und das Bußgeld steigt dementsprechend an. Bei über 61 km/h zu schnell in der 30er-Zone muss der Fahrer mit einem Fahrverbot von drei Monaten rechnen.

Parken in der Tempo-30-Zone

Das Parken in der 30er-Zone unterliegt in der StVO keinen gesonderten Vorschriften. Hier muss sich der Verkehrsteilnehmer an den Bußgeldkatalog 2017 zum Parken halten und auf ein Schild oder Zeichen achten, das auf ein Parkverbot hinweist.

Bußgeldkatalog zur 30er-Zone im Ausland

Auch in anderen deutschsprachigen Ländern gibt es 30er-Zonen. Wurde ein Autofahrer in Österreich geblitzt in der Tempo-30-Zone, ist das Strafmaß allerdings ungewiss. Hier gibt es keinen bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog. War er über 20 km/h in der 30er-Zone zu schnell, folgt ein Bußgeldbescheid mit mindestens 30 Euro Geldbuße. Wurde er in der 30er-Zone geblitzt mit über 50 km/h, beträgt das Bußgeld bis zu 2180 Euro.

In der Schweiz ist die Bußgeldtabelle für Geschwindigkeitsüberschreitungen sehr viel strenger als in Deutschland. Wurde der Betroffene mit 1-5 km/h zu schnell geblitzt in der 30er-Zone, gibt es ein Bußgeld von 40 Euro. Ist er in der Tempo-30-Zone mindestens 16 km/h zu schnell, drohen neben einem Bußgeld sogar Fahrverbote, strafrechtliche Anzeigen und Führerscheinentzug.

Lohnt sich für Sie ein Einspruch gegen den Bußgeldbescheid?
Viele Bußgeldbescheide sind fehlerhaft!
Prüfen Sie jetzt kostenlos Ihre Möglichkeiten.
Hier klicken →

7 Gedanken zu „Tempo-30-Zone

  1. Hermes

    Bessere Umwelt bei 30 km/h, ein Märchen!
    Mit einem Automatik Fahrzeug (beste Drehzahl) wird bei 30 km/h ungefähr 1l Benzin
    mehr verbraucht. Bei einem Fahrzeug mit Schaltgetriebe kann es noch schlechtere
    Ergebnisse geben.
    Es ist nicht richtig, dass bei Tempo 30 weniger Kraftstoff verbraucht wird und die Abgaswerte geringer sind.
    Es kommt darauf an in welchem Gang man fährt und somit welche Motordrehzahl dabei erzeugt wird. Weiter befindet sich das Auto bedeutend länger auf der
    beschränkten Strecke.

    Antworten
  2. pascal

    Hallo ich wurde heute in einer 30-Zone mit etwa 50 geblitzt. ich musste aber dringend ins Krankenhaus zu meiner mutter. bin noch In der Probezeit. was droht mir jezt? und kann ich gegen die Strafe Wiederspruch einlegen? Hab noch nie eine strafe bekommen.

    Antworten
    1. Zu-Schnell-Gefahren.de – Admin

      Hallo Pascal,
      die Überschreitung der zugelassenen Höchstgeschwindigkeit ist erst ab 21 km/h zu viel mit probezeitrelevanten Maßnahmen belegt. Handelt es sich um Ihr erstes A-Delikt, verlängert sich die Probezeit um 2 Jahre und Sie müssen an einem Aufbauseminar teilnehmen. Hinzu kommen ein Bußgeld und eventuell auch Punkte, je nachdem wie schnell Sie gefahren sind.
      Wollen Sie Einspruch erheben gegen den Bußgeldbescheid, kann ein Verkehrsrechtsanwalt Ihnen weiterhelfen und beratend zur Seite stehen.
      Zu-Schnell-Gefahren.de – Admin

      Antworten
  3. kkk

    hab heute bußgeldbescheid bekommen. bin 21 km7H in 30 zone zu schnell gefahren. Noch Proezeit. Lohnt einspruch?

    Antworten
    1. Zu-Schnell-Gefahren.de – Admin

      Hallo kkk,
      eine Geschwindigkeitsüberschreitung in der Probezeit stellt immer einen A-Verstoß dar. Sie haben jedoch erst mit probezeitrelevanten Maßnahmen zu rechnen bei mindestens 21 km/h zu viel. Handelt es sich um das erste A-Delikt, müssen Sie mit einer Verlängerung der Probezeit um 2 Jahre und der Anordnung eines Aufbauseminars rechnen. Hinzu kommen die regulären Sanktionen von 80 Euro Bußgeld und einem Punkt.
      Zu-Schnell-Gefahren.de – Admin

      Antworten
  4. Sanchez

    Hallo kkk,

    ich bin in Tempo 30 Zone geblitzt worden. Der Blitzer stand letztes Haus vorm Ortsausgang und ca. 30 m vor dem Schild Geschwindigkeit 30 aufgehoben. Es kann nicht sein das ein Blitzer kurz vor dem Ortsausgang aufgestellt wird, wo absolut kein Gefahrenbereich mehr ist. In Gegenteil sonder nur 30 meter sichtbar das Verkehrsschild Tempo 30 aufgehoben steht fährt jeder in diesem Moment etwas schneller so etwas ist abzocke.

    Antworten
  5. Sepp L.

    Dass Verkehrskontrollen zu 80% reine Abzocke sind und Versicherheit oder Umweltschutz nichts zu tun haben ist mehrfach belegt und hoffentlich bald den meisten bekannt. Wäre also schon gut wenn man endlich weniger Abzocker einstellt oder die Sache ordentlich macht und die Beschränkungen nicht durch Beamte festlegen lässt. Begrenzungen müssen von den überwiegend Betroffenen auch angefechtet oder gar genehmigt werden können, nur dann sind sie gerecht und sinnvoll.
    Zu dem sollten Geschwindigkeitsbegrenzungen auch am Schild begründet sein, denn Einsicht ist die beste Motivation!

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.