Hauptuntersuchung: Der Gesundheits-Check beim Kfz

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Sicherheit durch eine regelmäßige Hauptuntersuchung

HU: Bei der Untersuchung werden die Fahrzeuge auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft.

HU: Bei der Untersuchung werden die Fahrzeuge auf ihre Funktionsfähigkeit überprüft.

Um ein gewisses Maß an Sicherheit auf den deutschen Straßen zu gewährleisten und die Gefahr durch technische Mängel am Pkw zu reduzieren, ist die regelmäßige Durchführung der sogenannten Hauptuntersuchung (HU) Pflicht.

Weil die HU meist bei den Organisationen vom TÜV (Technischer Überwachungsverein) durchgeführt wird, sind für viele Autofahrer die Begriffe TÜV und Hauptuntersuchung synonym. Alternative Organisationen für die Hauptuntersuchung sind unter anderem DEKRA, GTÜ oder KÜS.

Die gesetzliche Grundlage für die Hauptuntersuchung bildet § 29 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO). Dieser besagt, dass jedes Kfz, welches zulassungspflichtig und deshalb auch kennzeichenpflichtig ist, regelmäßig an einer Sicherheitsprüfung teilnehmen muss.

Bußgeldtabelle HU

Verstoß bezüglich der HUBußgeldPunkte
Überschreitung der HU-Frist um zwei bis vier Monate15 Euro
Überschreitung der HU-Frist um vier bis acht Monate25 Euro
Überschreitung der HU-Frist von mehr als acht Monaten60 Euro1 Punkt
Fahrzeug zur anfallenden Nachuntersuchung nicht rechtzeitig vorgeführt15 Euro
Das Fahrzeug nach Ablauf der Frist auf der Prüfplakette auf einer öffentlichen Straße abgestellt40 Euro

Bußgeldrechner HU


Was beinhaltet die Hauptuntersuchung beim Auto?

Ziel der Hauptuntersuchung ist die Verbesserung der Sicherheit.

Ziel der Hauptuntersuchung ist die Verbesserung der Sicherheit.

Der TÜV beim Auto beinhaltet die Untersuchung des Fahrzeugs im Bezug auf den Zustand, die Ausführung und die Wirkung von den Bauteilen sowie den Systemen. Dafür kommen visuelle, manuelle oder elektronische sowie messtechnische Geräte in der Werkstatt zum Einsatz.

Dadurch wird gewährleistet, dass während der TÜV-Hauptuntersuchung aufwändige Montagearbeiten vermieden werden. So werden auch lange Zeiten in der Werkstatt vermieden und der Besitzer erhält in der Regel sein Fahrzeug innerhalb weniger Stunden zurück.

Der Gesetzgeber gibt vor, welche Bereiche und Teile des Kfz bei der Hauptuntersuchung in der Werkstatt untersucht werden müssen. So werden neben den Reifen bei der HU am Auto folgende Bestandteile auf Mängel überprüft:

  • Bremsanlagen
  • Lenkanlagen
  • lichttechnische und weitere elektrische Einrichtungen
  • Achsen
  • Räder
  • Reifen
  • Aufhängungen
  • Fahrgestell
  • Rahmen
  • Umweltverträglichkeit des Fahrzeugs
  • Sichtverhältnisse
  • Identifizierbarkeit des Fahrzeugs
  • falls vorhanden: Modifikationen an der Ausstattung

Zusätzlich dazu unternimmt der Prüfer bei der Hauptuntersuchung beim TÜV eine Probefahrt. Bei dieser sollen vor allem die elektronischen Geräte, wie ESP oder Abstandregler, getestet werden. Die Abgasuntersuchung ist ist seit 2010 fester Bestandteil der TÜV-HU. Ziel der Abgasuntersuchung ist die Reduzierung von Schadstoffemissionen.

Die Kosten für die HU und die Plakette sind vom Fahrzeughalter zu tragen. Meist kann dabei mit Ausgaben von unter 100 Euro gerechnet werden.

Wurde die Hauptuntersuchung bestanden, dient die runde TÜV-Plakette, die auf das hintere Kennzeichen geklebt wird, als Nachweis. Die Farbe der Plaketten sind für jedes Jahr unterschiedlich. Zusätzlich wird die HU auch in den Fahrzeugpapieren vermerkt.

Welche Fristen gelten bei der HU?

Die Untersuchung für den Motorrad-TÜV ist regelmäßig alle 24 Monate fällig.

Die Untersuchung für den Motorrad-TÜV ist regelmäßig alle 24 Monate fällig.

Beim Kfz muss die Hauptuntersuchung regelmäßig durchgeführt werden. Die genauen Fristen für alle Kraftfahrzeuge sind in der StVZO unter der Anlage VIII aufgelistet. Wird ein Pkw neu erworben, ist die Erstuntersuchung nach 36 Monaten notwendig. Die Folgeuntersuchungen finden danach immer alle 24 Monate statt.

Ziel dieser Untersuchungen ist es, mögliche Schäden oder Verschleißerscheinungen frühzeitig zu entdecken und rechtzeitig zu beheben, sodass alle Fahrzeug im Verkehr einen gewissen Standard bei der Sicherheit aufweisen.

Fällt während einer Kontrolle der Polizei auf, dass die TÜV-Plakette überfällig ist, wird dies mit Bußgeld und Punkten in Flensburg geahndet. Eine genaue Übersicht bietet der Auszug aus dem Bußgeldkatalog in der obigen Tabelle oder der Bußgeldrechner.

Wenn Sie die Frist für die Hauptuntersuchung überziehen, ist eine TÜV-Nachuntersuchung notwendig. Durch diese besondere Hauptuntersuchung enstehen, wegen des erhöhten Aufwands, zusätzliche Kosten. Zudem kann der Fahrer eines Autos, dessen TÜV-Plakette abgelaufen ist, im Falle eines Unfalls auch zu Problemen mit der Versicherung führen.

Der Termin für die nächste Hauptuntersuchung kann anhand der TÜV-Plaketten auf den Kennzeichen abgelesen werden. Im Fahrzeugschein ist der Zeitpunkt für den nächsten TÜV ebenfalls vermerkt. Es ist ratsam den Termin für die nächste HU rechtzeitig in einer Werkstatt zu vereinbaren. Dadurch verhindern Sie, dass der TÜV überfällig wird.
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