Fahrradunfall: Welches Bußgeld droht einem Radfahrer bei Selbstverschulden?

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Ein selbstverschuldeter Fahrradunfall kann ein Bußgeld nach sich ziehen.

Ein selbstverschuldeter Fahrradunfall kann ein Bußgeld nach sich ziehen.

Ein Unfall mit einem Radfahrer ist in Deutschland keine Seltenheit. Das Statistische Bundesamt konnte im Jahr 2015 insgesamt rund 78.000 Fahrradunfälle in der Statistik verzeichnen. Zum Fahrradunfall kam es besonders häufig bei Kindern bis zum 15. Lebensjahr und bei älteren Menschen ab einem Alter von 65 Jahren.

Von 383 tödlichen Fahrradunfällen waren 198 Personen über 65 Jahre alt. Ein tödlicher Fahrradunfall kann unterschiedliche Ursachen haben. Dazu kann sowohl Unaufmerksamkeit als auch eine Missachtung der Regeln oder ein Fahren ohne Helm zählen.

Aber nicht immer sind andere Verkehrsteilnehmer an einem Unfall mit einem Fahrradfahrer schuld. Oftmals ist der Radfahrer am Unfall nicht ganz unbeteiligt. Dementsprechend müssen Radfahrer bei einem selbstverschuldeten Fahrradunfall mit Sanktionen laut Bußgeldkatalog für das Fahrrad rechnen. Welche dies sind, erfahren Sie in der folgenden Tabelle.

Bußgeldkatalog: Fahrradunfall

VerstoßBußgeldPunkte
Fahrradunfall wegen fehlender Beleuchtung35 €
Fahrradunfall wegen eines Rotlichtverstoßes120 €1
Fahrradunfall wegen eines Rotlichtverstoßes, wenn die Ampel bereits länger als eine Sekunde rot zeigte180 €1
Fahrradunfall wegen einer Missachtung des Einfahrtsverbots35 €
Fahrradunfall wegen der Nichtbenutzung eines vorhandenen Radweges35 €
Fahrradunfall wegen des Befahrens eines beschilderten Radwegs in die falsche Richtung35 €
Fahrradunfall wegen der Missachtung des Rechtsfahrgebots30 €

So kann ein Unfall mit dem Fahrrad verhindert werden

Um mit dem Fahrrad einen Unfall zu vermeiden, sollten Sie auf bestimmte Sicherheitsvorkehrungen an Ihrem Bike achten. Wichtig ist, dass die Bremsen Ihres Rades ordnungsgemäß funktionieren und das Fahrrad bei einer Bremsung schnell zum Stehen kommt.

Weiterhin sollten Sie vor allem in der Dunkelheit daran denken, dass Ihr Fahrrad ausreichend mit Reflektoren sowie einem Front- und Rücklicht ausgestattet ist. Bei Nacht kann es schnell zu einem Fahrradunfall kommen, weil Sie schlecht gesehen werden. Zusätzlich bietet es sich auch an, eine Warnweste zu tragen.

Ein Fahrradunfall ohne Helm kann schwere Folgen haben und Verletzungen am Kopf nach sich ziehen. Obwohl ein Helm keine Pflicht im Straßenverkehr ist, sollten Sie diesen dennoch tragen. Passiert Ihnen mit dem Fahrrad ein Unfall, ist wenigstens Ihr Kopf vor einem Aufprall geschützt.

Übrigens: Ein sogenannter Fahrrad-Airbag kann sowohl Ihren Hals als auch Ihren Kopf bei einem Fahrradunfall schützen. Der Airbag wird wie ein Kragen um den Hals getragen. Bei einem Aufprall bläst er sich automatisch auf und schützt Ihren Kopf.

Fahrradunfall: Steht Ihnen Schmerzensgeld zu?

Fahrradunfälle: Ohne Helm kann es lebensgefährlich werden. Pflicht ist er aber nicht.

Fahrradunfälle: Ohne Helm kann es lebensgefährlich werden. Pflicht ist er aber nicht.

Wenn Sie einen Fahrradunfall selbst verschuldet haben, müssen Sie damit rechnen, dass ein Bußgeld auf Sie zukommt. Wurden Sie im Straßenverkehr Opfer eines Fahrradunfalls, weil Sie ein Auto beispielsweise angefahren hat, kann auch ein Anspruch auf Schmerzensgeld bestehen.

Ob Sie nach einem Fahrradunfall Schmerzensgeld bekommen, hängt allerdings von verschiedenen Faktoren ab. Unter anderem begründen körperliche und gesundheitliche Schäden, die durch den Unfall mit dem Fahrrad entstanden sind, einen Anspruch auf Schmerzensgeld.

Die Höhe der Zahlung bemisst sich an den gesundheitlichen Auswirkungen des Unfalls. Dabei spielt zum Beispiel eine Rolle, wie lange Sie nach dem Fahrradunfall medizinisch behandelt werden mussten, ob Sie Folgeschäden davongetragen haben oder ob Sie eine Teilschuld am Unfall haben

Zahlt bei einem Fahrradunfall die Versicherung?

Es empfiehlt sich, bei einem Fahrradunfall über eine Haftpflicht zu verfügen. Die private Haftpflichtversicherung kommt im Falle eines Fahrradunfalls für Schäden am Rad, an anderen Fahrzeugen und sonstigen durch den Unfall verursachten Schäden auf.

Sind Sie allerdings mit einem Elektrofahrrad unterwegs, greift nicht immer die Haftpflichtversicherung bei entstandenen Schäden. Beim sogenannten S-Pedelec ist sogar aufgrund der Höchstgeschwindigkeit eine Kfz-Haftpflichtversicherung vonnöten.

Grundsätzlich empfiehlt es sich aber, eine private Unfallversicherung abzuschließen, wenn Sie regelmäßig mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die gesetzliche Unfallversicherung kommt nur für den Schadensersatz bei einem Fahrradunfall auf, wenn dieser auf dem Weg zur Arbeit oder Schule passiert.

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