Videoüberwachung mit JVC/Piller CG-P50E – Geschwindigkeits- und Abstandsmessung

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„Videostoppuhr“ zur Verkehrsüberwachung

Der CG-P50E dient der Verkehrsüberwachung.

Der CG-P50E dient der Verkehrsüberwachung.

Geschwindigkeitsüberschreitungen sind keine Seltenheit in Deutschland. Jährlich sterben zahlreiche Menschen an den Folgen der Raserei. Durch ein zu hohes Tempo an unübersichtlichen Stellen oder bei Nässe können Temposünder ihr Fahrzeug plötzlich nicht mehr richtig steuern und verlieren die Kontrolle.

Ein Unfall mit Personenschaden oder Todesopfern ist die wohl schlimmste Folge der Geschwindigkeitsüberschreitung. Deshalb sorgen Blitzer im ganzen Land dafür, dass Temposünder zur Rechenschaft gezogen werden. Hohe Bußgelder, Punkte in Flensburg oder gar ein Fahrverbot können laut Bußgeldkatalog verhängt werden.

Eine Möglichkeit zur Geschwindigkeitsüberwachung ist unter anderem der JVC/Piller CG-P50E. Mittels „Videostoppuhr“ können Raser stationär kontrolliert werden. Wie genau der CG-P50E funktioniert und welche möglichen Messfehler bei der Verkehrsüberwachung auftreten können sowie weiteres zum Thema, erfahren Sie im folgenden Ratgeber.

Funktionsweise des JVC/Piller CG-P50E

Der CG-P50E dient nicht nur der Geschwindigkeits-, sondern auch der Abstandsmessung. Besonders auf Autobahnen sind diese Verstöße ursächlich für zahlreiche schwere Verkehrsunfälle. Um dies einzudämmen, wird auf den Einsatz des CG-P50E an Fahrbahnen gebaut. Per Videokamera wird damit der fließende Verkehr dokumentiert.

Ein Videorekorder, der an eine Kamera gekoppelt ist, zeichnet den Verkehr auf mehreren Fahrbahnen gleichzeitig auf. Zwischen den beiden Geräten ist der CG-P50E – ein Charaktergenerator oder auch Kodierer genannt – geschaltet. Durch diese sogenannte „Videostoppuhr“ kann auf den Videoaufnahmen die Zeit eingeblendet werden.

Die Aufnahmen werden regelmäßig im Labor überprüft und ausgewertet. Dort können dann durch die Videoaufnahmen und die angegebene Zeit sowohl der Abstand als auch die Geschwindigkeit der Fahrzeuge ermittelt werden. Im Anschluss daran können Bußgeldbescheide an die Verkehrssünder verschickt werden.

Interessant: In einem Versuch stellte ein Sachverständiger im Jahr 2007 fest, dass der CG-P50E, welcher für die Zeiteinblendung auf den Videoaufnahmen zuständig ist, keine Stoppuhr ist. Dabei stellte sich heraus, dass der CG-P50E nur die Anzahl der Bilder dokumentierte. Dadurch kann es zu Abweichungen bei der Messung kommen.

Messfehler des CG-P50E

Der CG-P50E misst die Geschwindigkeit und den Abstand bei Fahrzeugen.

Der CG-P50E misst die Geschwindigkeit und den Abstand bei Fahrzeugen.

Durch den oben genannten Versuch kann beim CG-P50E nicht von einer „Videostoppuhr“ oder überhaupt von einer Uhr gesprochen werden. Hierbei sollte allerdings beachtet werden, dass die Messungen dadurch nicht ungültig sind. Sollte Sie das Gerät CG-P50E zur Geschwindigkeits- und Abstandsmessung als Verkehrssünder dokumentiert haben, ist die Messung – nach Abzug einer höheren Toleranz – dennoch gültig.

Dies muss individuell entschieden werden, wenn es sich tatsächlich bei der Messung um einen Fehler handelt. Die Toleranz könnte dabei – gemessen an einer veränderten Bildfolge – bei etwa 10 % liegen. Zudem kann es sinnvoll sein, sich über die Eichung der entsprechenden Geräte zu informieren. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) muss diese nämlich regelmäßig durchführen.

Wenn Sie einen Bußgeldbescheid erhalten, in welchem der CG-P50E als Messgerät aufgelistet wird, ist es von Vorteil, einen Rechtsanwalt einzuschalten. Dieser kann überprüfen, ob es bei der Messung zu Fehlern gekommen ist. Dabei wird auch der Abzug einer nötigen Toleranz berücksichtigt.

Grundsätzlich haben Sie 14 Tagen nach Erhalt des Bußgeldbescheids Zeit, Einspruch gegen diesen einzulegen. Hierbei steht es Ihnen frei dies selbstständig oder mithilfe eines Anwalts für Verkehrsrecht zu tun. Dies kann besonders dann Sinn machen, wenn ein Fahrverbot im Raum steht.
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