Abstandsmessung – Methoden gegen zu dichtes Auffahren

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Wann liegt ein zu geringer Abstand vor?

Die Abstandsmessung auf der Autobahn dient der Verkehrssicherheit.

Die Abstandsmessung auf der Autobahn dient der Verkehrssicherheit.

Nicht nur eine zu hohe Geschwindigkeit sondern auch ein zu geringer Abstand zwischen zwei Autos kann zu Unfällen führen. Laut ADAC Unfallforschung aus dem Jahr 2011 zählt das Auffahren bzw. ein zu geringer Abstand zur zweithäufigsten Unfallursache bei PKW. 7 % der schweren Unfälle geschehen durch einen zu geringen Sicherheitsabstand.

Bei LKW sieht dies sogar noch dramatischer aus. In 29 % der Unfälle konnte ein Abstandsfehler nachgewiesen werden. Um diese Unfallursache weitestgehend einzudämmen werden bei Fahrern immer häufiger Abstandsmessungen durchgeführt.

Die Funktionsweise einer Abstandsmessung sowie ob sich ein möglicher Einspruch einer Abstandsmessung tatsächlich lohnt, klären wir im folgenden Text.

Folgende Messgeräte können den Abstand berechnen:

Wann fehlt der Sicherheitsabstand?

Der § 4 Absatz 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) sieht keinen genauen Wert für Fahrzeuge vor, den es zum Vordermann einzuhalten gilt. Es lautet dort wie folgt:

Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn plötzlich gebremst wird. Wer vorausfährt, darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.

Als Faustregel gilt: Der halbe Tachowert zeigt Ihnen den etwaigen Mindestabstand an. Fahren Sie also 120 km/h sollte die Hälfte des Tachowertes, also 60 m, als Abstand eingehalten werden.

Welche Methoden zur Abstandsmessung gibt es?

Durch Abstandsmessungen soll eine Hauptunfallursache eingedämmt werden.

Durch Abstandsmessungen soll eine Hauptunfallursache eingedämmt werden.

Es gibt drei verschiedene Varianten den Abstand zum vorausfahrenden Auto zu messen:

  1. Messung von einer Brücke: Bei einer Videoauswertung werden die Standbilder nachträglich von der Polizei inspiziert und analysiert. Dabei wird das Video an bestimmten Positionen angehalten.
  2. Messung durch ein Videofahrzeug: Anhand des ProViDa-Systems, lässt sich ebenfalls der Abstand bemessen. Das Zivilfahrzeug zeichnet zudem die Messung auf Video auf. Bei diesem Verfahren ist allerdings darauf zu achten, dass sich der Abstand nicht kurzweilig verändert.
  3. Messung ohne technische Hilfsmittel: Diese Methode darf nur von erfahrenen Messbeamten durchgeführt werden, da die Fehlerquote sehr hoch ist. Auch die Beobachtungsstrecke muss mindestens 600 m betragen, damit ein Abstandsverstoß gemessen werden kann.

Messfehler bei der Abstandsmessung

Auch bei der Abstandsmessung können Messfehler entstehen, die den Bußgeldbescheid ungültig machen. Wird auf einer Autobahn eine Abstandmessung auf einer Brücke durchgeführt, hat dies den Nachteil, dass Autofahrer oftmals die Geräte auf der Brücke entdecken und kurzfristig Abbremsen, wodurch sich der Abstand zum Auto davor stark verringert.

Ein Abstandsvergehen entsteht bei zu dichtem Auffahren allerdings erst, wenn der Sicherheitsabstand über einen längeren Zeitraum nicht gewahrt wird. Zu geringe Abstände, die durch Abbremsen oder auch Überholmanöver entstehen, stellen keine Straftat dar.

Umweltfaktoren wie Regen, Nebel, starke Sonneneinstrahlung oder auch Rauch können beispielsweise auch im Verkehr dafür sorgen, dass die Abstandsmessung nicht korrekt ist. Zudem muss darauf geachtet werden, dass sich keine optische Störung zwischen Messgerät und Zielpunkt befindet.

Abstandsmessung – Einspruch einlegen?

Einspruch gegen die Abstandsmessung einlegen ist in der Regel immer innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt des Bußgeldbescheids möglich. Ein Rechtsanwalt hilft Ihnen gern bei Problemen oder Fragen rund um das Verkehrsrecht und unterstützt Sie beim Einspruch. Dies kann sich vor allem lohnen, wenn Sie hinter der Messung einen Messfehler vermuten.

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