Was ist bei der Autobeleuchtung zu beachten?

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Welche Regeln gelten für die Autobeleuchtung?

Das Abblendlicht gehört zur vorderen Autobeleuchtung.

Das Abblendlicht gehört zur vorderen Autobeleuchtung.

Sehen und gesehen werden – so einfach kann man das Prinzip Fahrzeugbeleuchtung beschreiben. Ziel der Autobeleuchtung ist die Verbesserung der Sicherheit im Verkehr. Dies gilt insbesondere bei schlechten Wetterverhältnissen, Dämmerung oder Dunkelheit. Aber auch bei Tageslicht ist das Auto dank der Scheinwerfer besser sichtbar.

Bei der Innenraumbeleuchtung beim Auto handelt es sich um die Beleuchtung im Auto. Diese dient nur bedingt der Sicherheit und kann sogar Fahrer blenden. Der folgende Text befasst sich mit der außen am Auto installierten Beleuchtung.

Strafen bei Autobeleuchtung

Mit welchen Strafen bei falscher Nutzung oder Defekten der Autobeleuchtung zu rechnen ist, zeigt der nachfolgende Auszug aus dem Bußgeldkatalog für Beleuchtung und Warnzeichen:

BeschreibungBußgeldPunkte
Beleuchtung nicht vorschriftsmäßig benutzt oder nicht rechtzeitig abgeblendet oder Beleuchtungseinrichtungen in verdecktem oder beschmutztem Zustand benutzt Beleuchtung nicht vorschriftsmäßig benutzt oder nicht rechtzeitig abgeblendet oder Beleuchtungs- einrichtungen in verdecktem oder beschmutztem Zustand benutzt 20 €
...mit Gefährdung25 €
...mit Sachbeschädigung35 €
Nur mit Standlicht oder auf einer Straße mit durchgehender, ausreichender Beleuchtung mit Fernlicht gefahren
10 €
...mit Gefährdung15 €
...mit Sachbeschädigung35 €
Kein Abblendlicht am Tage trotz Sichtbehinderung durch Nebel, Schneefall, Regen benutzt... innerorts25 €
Kein Abblendlicht am Tage trotz Sichtbehinderung durch Nebel, Schneefall, Regen benutzt... außerorts60 €1
Ohne Abblendlicht im Tunnel gefahren10 €
Haltendes Fahrzeug nicht vorschriftsmäßig beleuchtet20 €
...mit Sachbeschädigung35 €
Fahrtrichtungsanzeiger nicht wie vorgeschrieben benutzt (vergessen zu "blinken")10 €
Warnblinkanlage missbraucht5 €
Hupe und Lichthupe missbraucht5 €
...mit Belästigung10 €
Nebelscheinwerfer / Nebelschlussleuchte missbräuchlich benutzt20 €
...mit Gefährdung25 €
...mit Sachbeschädigung35 €

Trotz der verhältnismäßig geringen Bußgelder soll noch einmal ausdrücklich darauf hingewiesen werden, dass die korrekte Nutzung der am Kfz installierten Beleuchtung für die Verkehrssicherheit von großer Bedeutung ist.

Beleuchtung am Auto

Die Beleuchtung am Pkw besteht aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Scheinwerfern und Leuchten. Sie finden in verschiedensten Situationen Anwendung und sollen dennoch in ihrer Gesamtheit die Sicherheit im Straßenverkehr verbessern und dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden.

Welche Funktionen und Einsatzbereiche die einzelnen Scheinwerfer und Leuchten bedienen und wie am Kfz Licht und Beleuchtung für mehr Sicherheit sorgen, soll nachfolgend erläutert werden:

Vordere Autobeleuchtung

Abblendlicht
Das Abblendlicht, früher auch einfach nur Fahrlicht genannt, dient der Ausleuchtung der vorderen Fahrbahn bis zu einer Weite von etwa 50 m. Einzusetzen ist es immer dann, wenn die Sicht behindert wird, zum Beispiel in Tunneln, bei Nacht, während der Dämmerung sowie bei Regen, Schneefall und Nebel.

Beim Einsatz vom Abblendlicht ist zu beachten, dass der Gegenverkehr und auch andere Verkehrsteilnehmer nicht geblendet werden dürfen. Geschieht dies doch, ist mit einer Strafe von 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg zu rechnen. Aber auch wer vergisst das Abblendlicht im Tunnel einzuschalten, kann mit einem Bußgeld in Höhe von 10 Euro rechnen.

Fernlicht
Vor allem nachts auf Landstraßen findet das Fernlicht Anwendung. Dort fehlt häufig eine Fahrbahnbeleuchtung und der Sichtbereich wird so, durch das Licht vor dem Auto, erhöht. Innerorts und auf Straßen mit durchgehender Beleuchtung darf das Fernlicht nicht eingeschaltet werden und auch auf den meisten Autobahnen sollte es nicht genutzt werden.

Um das Unfallrisiko durch Blendung zu vermeiden, muss das Fernlicht bei Gegenverkehr und auch bei vorausfahrenden Fahrzeugen ausgeschaltet sein. Bei Nebel und Schneefall wird von der Nutzung abgeraten, da es zu Reflexionen kommen kann, die die eigene Sicht beeinträchtigen.

Standlicht
Das Standlicht findet, wie der Name bereits vermuten lässt, Anwendung beim stehenden Fahrzeug und macht dieses bei Dunkelheit sichtbar. Es leuchtet zusammen mit dem Abblend- beziehungsweise Fernlicht und gewährleistet damit, dass beim Ausfall der anderen Fahrzeugbeleuchtung die Umrisse des eigenen Fahrzeugs erkennbar sind.

Tagfahrlicht
Seit dem 7. Februar 2011 ist das vordere Tagfahrlicht bei Neuwagen in Deutschland Pflicht. Das Tagfahrlicht schaltet sich automatisch mit dem Einschalten der Zündung an und verbessert die Sichtbarkeit vom Auto bei Tageslicht, selbst bei guten Sichtverhältnissen.

Im Vergleich zum Abblendlicht weist das Tagfahrlicht eine geringere Lichtleistung auf, die in alle Richtungen streut und dadurch nicht blendet. Beim Einschalten der Hauptbeleuchtung schaltet sich das Tagfahrlicht automatisch aus.

Nebelscheinwerfer
Nebelscheinwerfer sind in Deutschland ein optionaler Teil der Beleuchtung beim Kfz und ergänzen das aktive Abblendlicht. Sie finden bei schlechten Sichtverhältnissen, wie bei starkem Regen, Schneefall oder Nebel, Einsatz.

Hintere Autobeleuchtung

Auch bei schlechtem Wetter ist die Beleuchtung am Auto zu erkennen.

Auch bei schlechtem Wetter ist die Beleuchtung am Auto zu erkennen.

Schlussleuchten
Für die Beleuchtung am Auto sind hinten zwei roten Schlussleuchten angebracht. Diese werden zusammen mit dem Abblendlicht ein- beziehungsweise ausgeschaltet und zeigen auch bei schlechter Sicht ein vorausfahrendes Auto durch Licht an.

Bremsleuchten
Seit 1998 verfügen Neuwagen über drei rote Bremsleuchten: zwei neben den Schlussleuchten und eine weitere in der Mitte des Hecks, meist im Heckfenster integriert. Die Bremsleuchten weisen eine höhere Lichtintensität als die Schlussleuchten auf und informieren die anderen Verkehrsteilnehmer über einen Bremsvorgang.

Rückstrahler
Am Heck von PKWs finden sich zudem auch noch zwei Rückstrahler. Die reflektieren das einfallende Licht, besitzen aber keine eigene Leuchtkraft. Dadurch können auch ausgeschaltete, parkende Autos im Dunkeln gesehen werden.

Rückfahrscheinwerfer
Der weiße Rückfahrscheinwerfer, auch Rückfahrlicht genannt, leuchtet nur auf, wenn der Rückwärtsgang eingelegt ist. Somit wird den anderen Verkehrsteilnehmern angezeigt, dass das Fahrzeug sich in einer Rückwärtsfahrt befindet und können ihr Fahrverhalten dementsprechend anpassen. Es gibt sowohl Autos mit nur einem als auch mit zwei Rückfahrscheinwerfer(n).

Nebelschlussleuchte
Auch die rote Nebelschlussleuchte kann alleine oder paarweise im Auto verbaut sein. Die Nebelschlussleuchte besitzt eine 40-fach stärkere Leuchtkraft als die herkömmlichen Schlussleuchten und darf nur unter der Voraussetzung eingesetzt werden, dass die Sichtweite bei unter 50 Metern liegt. Bei eingeschalteter Nebelschlussleuchte ist die Höchstgeschwindigkeit 50 km/h. Bei falscher Verwendung der Nebelschlussleuchte muss mit einem Bußgeld in der Höhe von 20 bis 35 Euro gerechnet werden.

Kennzeichenbeleuchtung
Ergänzt wird die Beleuchtung des Autos hinten durch die Kennzeichenbeleuchtung.  Durch die weiße Beleuchtung des Kfz-Kennzeichens soll die Lesbarkeit erhöht werden, insbesondere bei Dunkelheit.

Fahrtrichtungsanzeiger

Die Fahrtrichtungsanzeiger, im Volksmund gerne auch „Blinker“ genannt, finden sich sowohl vorne, hinten als auch an den Seiten des Autos. Sie leuchten orange und teilen allen anderen Verkehrsteilnehmer Änderungen der Fahrtrichtung mit. Zudem kündigen die Fahrtrichtungsanzeiger auch Überhol sowie Abbiegevorgänge oder Spurwechsel an. Wer den Blinker nicht vorschriftsgemäß benutzt, muss laut Bußgeldkatalog mit einem Bußgeld in Höhe von 10 Euro rechnen. Bei einem defekten Blinker wird bereits ein Bußgeld von 15 Euro fällig.

Beleuchtung für Anhänger
Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 750 kg und einem eigenen Bremssystem muss der Anhänger die Beleuchtung des Zugfahrzeuges aufgreifen. Deshalb sind bei der Beleuchtung vom Pkw-Anhänger die roten Bremsleuchten vorgeschrieben. Darüber hinaus müssen alle Anhänger Warnmarkierungen und zwei dreieckige Rückstrahler aufweisen.

Warnzeichen durch Pkw-Beleuchtung

Licht und Beleuchtung können auch als Warnzeichen dienen.

Licht und Beleuchtung können auch als Warnzeichen dienen.

Warnzeichen, wie Warnblinkanlage und Lichthupe, dürfen nur genutzt werden, um andere Verkehrsteilnehmer auf eine Gefahr hinzuweisen.

Der Einsatz der Warnblinkanlage ist in der StVO eindeutig geregelt und wird bei einem Missbrauch mit einem Bußgeld von 5 Euro geahndet. Vorgesehen ist die Verwendung der Warnblinkanlage in folgenden Situationen:

  • Bei einer Panne, um als Hindernis erkannt zu werden
  • Um den nachfolgenden Verkehr auf ein Stauende aufmerksam zu machen
  • Beim Abschleppen

Auf eine Gefährdung kann auch die Lichthupe, das kurze Betätigen des Fernlichts, hinweisen. Mit ihr werden zum Beispiel Überholvorgänge auf der Autobahn oder außerhalb geschlossener Ortschaften angekündigt. Kommt zur Lichthupe aber zu dichtes Auffahren und Drängeln hinzu, kann dies als Nötigung gelten.

Überprüfung der Autobeleuchtung

Mit einer regelmäßigen Kontrolle kann jeder Fahrer mögliche Defekte an der Fahrzeugbeleuchtung entdecken und rechtzeitig reparieren lassen.
Generell sollten Scheinwerfer, Leuchten und Rückstrahler frei von Verschmutzungen sein und keine Beschädigungen aufweisen.
Die Funktion der Beleuchtung am Auto lässt sich am besten an einer Hauswand oder Mauer testen. Dafür wird das Auto ungefähr zwei Meter von der Mauer entfernt geparkt, um die unterschiedlichen Lichteinstellungen zu testen.

Fallen Unterschiede beim Lichtstrahl der paarweise im Kfz vorhandenen Leuchtmittel auf, kann dies auf einen Fehler bei der Einstellung oder einen Defekt hinweisen. Dieser Test sollte sowohl mit der vorderen und hinteren Beleuchtung als auch mit den Fahrtrichtungsanzeigern durchgeführt werden.

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